Die Sanierungsarbeiten bei Germania Asbeck laufen, aber der Aufwand beim Dach ist deutlich größer als zunächst gedacht. © Markus Gehring
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Germania Asbeck: Unliebsame Überraschung bei der Sanierung der Umkleiden

Die Umkleidekabinen des FC Germania Asbeck sind ihre Jahre gekommen und werden derzeit saniert. Doch bei den Bauarbeiten gab es eine unliebsame und vor allem teure Überraschung.

Bei den Umkleidekabinen des FC Germania Asbeck musste sich etwas tun. Rund 50 Jahre alt ist das Gebäude, eine Sanierung mehr als überfällig. Gesagt, getan, die Politik gab grünes Licht für die Finanzierung, die Mitglieder spuckten in die Hände und gingen das Projekt mit viel Herzblut und Eigenleistung an.

Doch dann passierte das, was bei so vielen Bauprojekten von Stuttgart 21 bis zum Berliner Flughafen passiert: Es gab eine unliebsame Überraschung. „Man ist auf uns zugekommen und hat berichtet, dass bei den Sanierungsarbeiten festgestellt wurde, dass das Dach auch erneuert werden muss“, berichtete Berthold Langehaneberg, Vorsitzender der CDU-Fraktion, am Montagabend im Gemeinderat.

Die Christdemokraten hatten einen Antrag eingebracht, in dem sie die Einstellung von 75.000 Euro im kommenden Haushaltsjahr für die „vollumfängliche Sanierung“ der Umkleiden vorschlagen. „Es wäre nicht sinnvoll, wenn wir die Arbeiten einstellen müssten, weil kein Geld da ist“, fuhr Berthold Langehaneberg fort. „Ich glaube, wenn man vorher gewusst hätte, dass das Dach auch marode ist, wäre es nicht teurer geworden.“

Zusagen müssen eingehalten werden

Schnell zeigte sich, dass die weitere Unterstützung für das Sanierungsprojekt vollkommen unstrittig ist. „Wir lassen Germania Asbeck nicht ohne Dach stehen“, erklärte Bürgermeister Dieter Berkemeier. SPD-Fraktionschef Tobias Ebbing stieß ins selbe Horn: „Wenn wir etwas zusagen, müssen wir das auch halten.“

Kompliziert wurde es dann aber doch. Jürgen Göckemeyer von der Verwaltung erläuterte, dass die Einstellung von zusätzlichen Geldern im kommenden Haushaltsjahr nicht notwendig sei. Bislang hat die Gemeinde für die Sanierung des Gebäudes und die Installation einer Beregnungsanlage 245.000 Euro eingeplant.

Davon allerdings sind erst 171.000 Euro ausgegeben oder verplant. Bleibt also noch genug Geld übrig, um den zusätzlichen Finanzbedarf für das Dach – der auf 55.000 Euro geschätzt wird – abzudecken. „Sämtliche Sanierungskosten können über den Haushaltsansatz abgedeckt werden“, erläuterte Jürgen Göckemeyer.

Beregnungsanlage kommt erst in 2022

Die Beregnungsanlage wird aus technischen Gründen in diesem Jahr allerdings nicht installiert werden. „Das ist im Augenblick nicht umsetzbar“, sagte Dieter Berkemeier. Letztlich votierte der Gemeinderat einstimmig dafür, dass die Beregnungsanlage im Haushalt für das kommende Jahr angesetzt wird.

Helmut Reckers, Erster Vorsitzender des Vereins, wollte sich im Vorfeld der Gemeinderatssitzung nicht gegenüber der Redaktion äußern.

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