Geschichten über starke Frauen faszinieren

Internationaler Frauentag

Gesellig, erkenntnisreich und kulinarisch überzeugend verlief die Veranstaltung der Frauen-Union Legden-Asbeck zum Internationalen Frauentag im Restaurant "Hermannshöhe" in Legden.

LEGDEN

, 09.03.2015, 17:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

Frauen-Unionsvorsitzende Annette Schiermann erinnerte in einem kurzen Grußwort für die knapp 50 Frauen daran, warum der Tag noch aktuell und wichtig ist; "Ja, wir brauchen den Tag, weil jede dritte Frau von Gewalt betroffen ist… Weil wir immer noch weniger Gehalt bekommen als unsere männlichen Kollegen… Ja, um aufmerksam zu machen auf Ereignisse in allen Teilen der Welt", fasste Schiermann zusammen.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei immer noch nicht gegeben. Frauen würden sich für die Familie aus dem Beruf ausklinken und hätten damit später auch weniger Rente zur Verfügung. "Frauen, die bei uns Karriere machen, sind überdurchschnittlich oft kinderlos", so Schiermann. "Wir Frauen sind auch in der Pflicht und müssen uns eigenverantwortlich und selbstbewusst für unsere Rechte einsetzen", sagte Schiermann.

Märchen aus aller Welt

In den Märchen aus aller Welt, die Ulrike Wißmann aus Coesfeld mitgebracht hatte, ging es weniger um Karrierefrauen, sondern um die Selbstbestimmung von Frauen bei der Wahl ihres Partners. Die Deutung in Bezug auf die heutige Situation der Frauen in der Gesellschaft lieferte sie gleich mit.

Heiteres stand neben tiefsinnigen Gedanken, denen die Frauen sichtbar bewegt nachgehen konnten. "Märchen geben uns Hinweise, wie wir unser Leben in den Griff bekommen", entfachte Wißmann gleich zu Beginn das volle Interesse der Frauen.

Richtige Deutung

In einem Märchen aus China suchte sich die schöne Tochter des Kaisers den Mann aus, der es schaffen würde, ihr eine blaue Rose mitzubringen. Die Wahl fiel auf den armen Spielmann, weil die Liebe entzündet war. Eine Prinzessin suchte in einem Märchen aus Griechenland den Mann aus, der drei Wissensfragen beantworten könne, ansonsten würde der Bewerber von ihr geköpft. Es wurde der intelligente Königssohn: "Die Königstochter brauchte einen ebenbürtigen Mann."

Wunderbare Märchen aus Afrika, die Nelson Mandela aufgeschrieben hat, aus Schottland, Russland, aus Marokko, Turkestan oder Skandinavien erzählte und deutete Wißmann auf fesselnde Weise. Mit dem Gong und den Klangschalen leitete Wißmann jedes Märchen ein. Der Beifall belohnte sie dafür. Der Büchertisch von Karin Kleweken fand ebenso großes Interesse. Mit dem leckeren Buffet aus der Küche des Hauses und dem geselligen Mittagessen klang die Veranstaltung aus.

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