Güllefass bricht auseinander

Wasserproben

Auf einem Hof in Isingort ist ein Güllesilo aus Holz auseinandergebrochen. Die Gülle lief auf den Hof und ein angrenzendes Feld. Wasserproben des Legdener Klärwerks ergaben keine bedenklichen Werte.

Legden

, 25.02.2016, 17:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Güllefass bricht auseinander

Die kreisrunde Fläche zeigt, wo das Holzsilo stand.

Kreisrund ist die Fläche, auf der Gülle steht. Noch ist gut zu erkennen, wo das Gülle-Holzsilo stand, das am Mittwoch auf dem Hof von Ulrich Hessel im Isingort auseinandergebrochen ist. Ordnungsamt, Polizei und die Untere Wasserbehörde wurden seitdem dort aktiv.

"Keine Gefahr für Fische"

550 Kubikmeter fasste das Silo, das bis oben hin gefüllt war. Die Gülle lief vor allem auf ein Feld, ein Teil über einen Vorfluter auch in die Dinkel. „Es wurde eine Wasserprobe entnommen. Für Fische ist keine Gefahr“, zeigt sich Hessel erleichtert.

Eine Einschätzung, die Kreispressesprecher Karlheinz Gördes stützt: „Das Klärwerk Legden hat an der Dinkel Proben genommen. Es wurden keine bedenklichen Werte festgestellt.“ Vorteilhaft ist, dass die Dinkel zurzeit viel Wasser führt und der Verdünnungsgrad deshalb sehr groß ist.

Ursache ist ungeklärt

Für Ulrich Hessel erwies sich das Wetter dagegen als nicht günstig. „Hätte es gefroren, wäre die Gülle längst auf den Feldern“, so der Landwirt. Warum das rund vier Meter hohe Silo geborsten ist, kann er sich nicht erklären. Es muss ein gewaltiger Druck gewesen sein. Holzteile liegen noch Meter weit verteilt auf einem Feld.

Hessel, der verreist war, wurde von einem Jagdaufseher alarmiert, der an dem Grundstück vorbei kam. Der Landwirt wollte es nicht glauben, so erzählt er am Donnerstag. „Schick mir mal ein Foto“, hat er gesagt. Und war schockiert, als er das Bild sah.

Als er zuhause ankam, war die Hilfe schon angelaufen. Das alarmierte Ordnungsamt hatte seinerseits die Untere Wasserbehörde informiert. Außerdem, so Bürgermeister Friedhelm Kleweken, wurden Lohnunternehmer und eine Fachfirma bestellt, die für die Beseitigung der Gülle sorgten.

Felder nicht befahrbar

Gestern gingen für Hessel die Arbeiten weiter. Noch auf den Feldern stehende Gülle wurde abgepumpt und zu einem Nachbarn transportiert, weil die Felder wegen des Wetters nicht befahrbar sind. Deshalb werden auch einige Holzteile dort noch eine Weile liegenbleiben.

Ein Holzsilo würde der Legdener, dessen Familie seit vielen Generationen Landwirtschaft betreibt, auch heute noch wieder verwenden. Doch sie werden inzwischen nicht mehr angeboten. So wird wohl demnächst auf seinem Hof ein Silo aus Beton oder Edelstahl aufgebaut.

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