Hauptstraße: Ärger um Testphase

Einwohnerversammlung im August

Es ist eine kuriose Situation. Die UWG fand im Bauausschuss Zustimmung für ihren Antrag zur Umgestaltung der Hauptstraße. Im Gemeinderat lehnten Gerd Heuser und zwei seiner UWG-Fraktionskollegen jetzt aber den Beschlussvorschlag ab.

LEGDEN

, 29.06.2016, 18:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hauptstraße: Ärger um Testphase

Die beiden Autos dürften bei einer Einbahnstraßenregelung nicht mehr so fahren.

Der Hintergrund: Heuser vermisst in dieser Vorlage die verbindliche Zusage, eine Testphase für die Einbahnstraßenregelung zu starten. Sie sei Bestandteil seines Vorschlags im Bauausschuss gewesen, so erläuterte er gestern. Dort habe ihn der Vorsitzende Scharlau gebeten, den Beschlussvorschlag zu formulieren, dann sei ohne jede weitere Wortmeldung bei zwei Enthaltungen positiv abgestimmt worden.

Der Beschluss, wie er nun am Montag mehrheitlich verabschiedet wurde, sieht dagegen nur vor, eine Testphase in Erwägung zu ziehen. Verbindlich ist dagegen, dass es eine Einwohnerversammlung geben wird. Angedacht ist die zweite Augusthälfte.

Vorgestellt werden sollen dann der Siegerentwurf aus dem Wettbewerb im vergangenen Jahr und die veränderten Pläne, beide von dem Büro Greenbox aus Köln. Neben Fragen der Beleuchtung hat sich dort entscheidend verändert, dass zugunsten von zusätzlichen Parkplätzen die Hauptstraße zwischen Einmündung Vikar-Entrup-Straße und Kreuzung König-/Kirchstraße zur Einbahnstraße werden soll (Münsterland Zeitung berichtete).

Verkehrsflüsse

„Eine Testphase macht nur vor einer Bürgerversammlung Sinn“, erläuterte Gerd Heuser. Man müsse sehen, wie sich in der neuen Situation die Verkehrsflüsse in Legden entwickeln würden. Martina Schrage (CDU) hielt in der Sitzung des Gemeinderats dagegen: „Wir wollen die Dorfmitte beleben. Wir brauchen mehr Parkplätze in der Ortsmitte.“ Für sie ist eine Testphase unnötig.

Auch Bürgermeister Friedhelm Kleweken zeigte sich nicht als Freund einer Erprobung. Sie sei nicht aussagekräftig. „In vier Wochen wird es erst einmal Ablehnung geben.“ Er sieht die Vorzüge der Pläne in der Gesamtgestaltung und in dem Mehrwert, mehr Parkräume zu schaffen. Berthold Langehaneberg (CDU) verwies darauf, dass die Anlieger mehr Parkplätze gewünscht hätten: „Ihre Interessen sind zu berücksichtigen.“ 

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