Hauptstraße als Einbahnstraße weiter umstritten

Einwohner diskutieren

Es sind nur 120 Meter. Aber wie sie aussehen sollen, darüber gehen die Meinungen in Legden ganz schön auseinander. Bei der Einwohnerversammlung zur Umgestaltung der Hauptstraße am Montagabend konnten Bürgermeister Friedhelm Kleweken und sein Bauamtsleiter Helmut Schiermann denn auch kein eindeutiges Votum mit ins Rathaus nehmen. Vor allem die geplante Einbahnstraßenregelung war in der Diskussion.

LEGDEN

, 23.08.2016, 18:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

Rund 70 Bürger waren ins Pfarrheim an der Vikar-Entrup-Straße gekommen, um sich über die Pläne zu informieren. In einer lebhaften Diskussion wurden viele Anregungen gegeben und Ideen entwickelt. "Man muss ein Stück Mut mitbringen", warb Kleweken für die Einbahnstraße, "die Wege werden sich schon finden."

Barrierearm soll die Hauptstraße zwischen Vikar-Entrup-Straße und der Ampelanlage werden, das steht fest. Und das finden auch alle gut. Genauso die neueste Idee, statt der Straßenbäume Spalierlinden wie am Dorfplatz zu pflanzen. Über alles andere muss der Gemeinderat noch entscheiden. Der nächste Bauausschuss tagt am 6. September.

Verkehrssicherheit

"Macht es nicht mehr Sinn, wenn die Autos auf beiden Seiten parken und in beide Richtungen gefahren werden kann", sagte Petra Hubry und erntete dafür den ersten Beifall des Abends. Auf Parkplätze will sie in der Nähe ihrer Apotheke allerdings auf keinen Fall verzichten.

Kritik an der Einbahnregelung kam aus verschiedenen Gründen. Einige Anwohner der Königstraße oder Stiege fürchten noch mehr Verkehr vor der eigenen Haustür, der jetzt schon gefährlich sei. Aber auch die schräge Anordnung der Parkbuchten sahen viele als unsicher an, zumal dort Radfahrer in beide Richtungen fahren können. Beim Rückwärtsausparken könnten leicht Passanten oder Radler übersehen werden.

Verkehrszählung

Es gab etliche Vorschläge, über die es sich lohnt nachzudenken. Die Parkflächen könnten so angeordnet werden, dass man rückwärts einparkt und dann vorwärts rausfahren kann. Vorteil: Rollatoren oder Kinderwagen werden zum Gehweg hin ausgeladen, beim Ausparken ist die Sicht besser.

Gut an kam bei vielen Zuhörern auch die Idee, die Einbahnstraßenregelung in die andere Richtung zu drehen. So seien die Verkehrsströme optimaler. Eine Verkehrszählung könne hier Aufschluss geben. Generell, so wurde kritisiert, seien Parkplätze in Legden schlecht ausgeschildert - sei es am Dorfplatz oder am Friedhof. Ein Parkleitsystem, so eine Legdenerin, könne gerade Besucher von auswärts leicht auf die doch nahen Parkplätze lotsen.

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