Hauptstraße soll in der Dorfmitte zur Einbahnstraße werden

Nur noch eine Richtung

Geändert haben sich die Pläne für den dritten Bauabschnitt der Hauptstraße. In der Dorfmitte soll sie zur Einbahnstraße werden. Im Bauausschuss gab es jetzt etliche Bedenken. Fazit der Diskussion: Die Bürger sollen noch einmal gefragt werden.

LEGDEN

von Ronny von Wangenheim

, 23.06.2016, 18:59 Uhr / Lesedauer: 2 min
Hauptstraße soll in der Dorfmitte zur Einbahnstraße werden

Von hier aus soll es demnächst nicht mehr in die Hauptstraße gehen. Bis zur Kreuzung soll die Hauptstraße zur Einbahnstraße werden. Geparkt wird nur noch auf der schattigen Südseite (links).

Grund für die Änderungen ist die Parkplatzsituation. „Wir brauchen Parkplätze, Parkplätze und noch mal Parkplätze“, sagte Bürgermeister Friedhelm Kleweken in der Sitzung im Dormitorium in Asbeck. Deshalb bleibt es zwar bei der Entscheidung aus dem Siegerentwurf des Ideenwettbewerbs, Parkplätze nur auf der schattigen Südseite zu platzieren. Sie sollen allerdings schräg angeordnet werden, sodass insgesamt 17 Parkplätze entstehen können.

In Richtung Ampel

Weil die Straße dann nicht mehr breit genug ist, wird eine Einbahnstraßenregelung notwendig. Die Autos können dann von der Einmündung Vikar-Entrup-Straße nur noch in Richtung Kreuzung Kirchstraße/Königstraße fahren. Fahrräder könnten weiter in beide Richtungen fahren. Die Kreuzung mit der Ampelanlage soll nach Rücksprache mit dem Kreis bleiben. Die Kosten werden mit 370 000 Euro veranschlagt.

Diese neue Lösung, so erläuterte Kleweken, habe die Zustimmung der Anwohner gefunden. Vor allem sie hatten Kritik an dem Siegerentwurf des Büros Greenbox geübt. Besonders die Arztpraxen und Apotheke befürchteten negative Folgen, wenn zuwenig Parkplätze in unmittelbarer Nähe sind.

Bruno König (UWG) hatte vor allem Einwände gegen das schräge Einparken. „Man kann nur vorwärts einparken und muss deshalb rückwärts ausparken. Da ist die Sicht stark behindert“, sieht er eine gefährlichere Verkehrssituation. Überrascht von den neuen Plänen zeigte sich auch Sigrid Goßling (SPD). Auch sie kritisiert die schrägen Parkplätze aus Sicherheitsgründen. Besser seien Parkplätze auf beiden Seiten.

Wie sich die Verkehrsströme entwickeln, darüber machte sich Gerd Heuser (UWG) Gedanken. Für sinnvoll hält er es, den Verkehrsfluss zu untersuchen. In einer Testphase könnte für wenig Geld die Einbahnregelung ausprobiert werden. Kleweken hielt dagegen: „Das Konzept ist durchdacht.“

Bürgerbeteiligung

Heuser forderte außerdem eine Bürgerbeteiligung aller Legdener. Die unmittelbaren Anlieger wurden zwar im April und Mai informiert. Heuser: „Der Dorfkern geht alle Bürger an.“ Auch Thomas Kockentiedt, dessen CDU-Fraktion keine großen Bedenken gegen die Pläne hat, findet es gut, die Pläne der Bürgerschaft vorzustellen. Dies soll, so Kleweken, möglichst in der zweiten Augusthälfte geschehen. Eine Entscheidung sei dann im September möglich. Der Baubeginn soll auf Wunsch der Anlieger frühestens im Februar 2017 sein.

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