Helga Streffing begeistert Publikum mit neuem Krimi

Lesung im Dormitorium

Manche nennen es eine glückliche Fügung, andere echtes Interesse an ungewöhnlicher Literatur an ungewöhnlichen Orten. Am Freitagabend kam alles zusammen, als Helga Streffing, Krimiautorin aus Rheine, im Asbecker Dormitorium aus ihrem vierten Münsterländer Krimi „Pilgerfahrt in den Tod“ las. Bernhard Schlätker von der Kolpingsfamilie Legden hatte Streffing dazu eingeladen.

ASBECK

, 20.03.2016, 19:03 Uhr / Lesedauer: 1 min

Rund 40 Besucher ließen sich an diesem Abend vom vierten Krimi von Streffing in den Bann ziehen. Spielort des Krimis ist Israel, denn dorthin unternahm eine bunt gewürfelte Gruppe aus dem gesamten Münsterland eine Pilgerfahrt. Im Mittelpunkt dieser Gruppe stehen die Schulpsychologin Hannah Schmielink und ihr Mann Jan Heitmann, Kripobeamter aus Münster. Beide gehören zu den Hauptfiguren der ersten drei Münsterland-Krimis, die Streffing seit 2010 veröffentlicht hat.

Pilgerfahrt

„Im vierten Band haben sie gerade geheiratet und sind auf Hochzeitsreise“, schlug Streffing den Bogen zu den Ereignissen der „Pilgerfahrt in den Tod“ und zu weiteren Charakteren. Das Ehepaar Hans-Dieter und Elisabeth aus Münster schläft häufig während der Busfahrten in Israel, während Hannah so viel wie möglich von den ersten Eindrücken bei der Ankunft aufsaugen wollte. Die Mauer, welche Israel von den Palästinensergebieten trennt, war ein erstes prägendes Erlebnis, das Streffing plastisch beschreibt.

Häppchenweise nahm Streffing die Zuhörer mit auf die Stationen der Pilgerfahrt in Israel. Als sie die Festung Masada am Toten Meer besuchten, wird Jan fast den Berg hinuntergestoßen.

„Ich beantworte alles offen, nur nicht, wer es gewesen ist“, beendete Streffing lachend die Lesung und eröffnete die Fragerunde. Ihr erster Band „Tod im Kollegium“ kam 2010 nach einem Sabbatjahr heraus. Streffing, Lehrerin am Berufskolleg in Rheine, hatte niemandem verraten, dass sie einen Krimi schrieb.

Planung und Entwicklung

„Meine Bücher sind eine Mischung aus Planung und Entwicklung beim Schreiben. Das Ende entwickelt sich beim Schreiben manchmal ganz anders, als ich am Anfang dachte“, ergänzte sie auf Nachfrage. „Man kann sich alles bildlich vorstellen, vor allem die Charaktere“, lobte eine Besucherin. Das empfanden wohl auch die Besucher, die sich am Bücherstand der Buchhandlung Lesezeit aus Ahaus nach der Lesung mit Streffings Krimis eindeckten.

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