«Hier ist der optimale Platz»

09.07.2007, 15:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Legden Hart ist der Bentheimer Kalksandstein mit seinem Quarzanteil auf jeden Fall. Und «er wird mit der Zeit an der Luft noch härter und auch heller», prophezeit Hermann Bünker. Verbreitet ist der «Kunst-Stoff» auch in Legden, zum Beispiel bei der Treppe des Rathauses. «Hier ist der optimale Platz», meint Angelika Hoffmann mit Blick auf das noch unbepflanzte Beet, in dessen Mitte sich nun das Bildwerk aus Stein mit fast zwei Metern Gesamthöhe erhebt. Große Überzeugungsarbeit musste sie beim ersten Bürger der Gemeinde nicht leisten. Schließlich können die zwei gewichenen Fahnenmasten durch die Vorrichtung am Rathausbalkon ersetzt werden.

Licht und Schatten

Farbvollendet und fertig ist das Gesamtkunstwerk aber noch nicht. Denn das Eisenpodest rostet noch nach - und das ist absolut gewollt. «Dann wird es schön braun, und das sieht dann gut aus», sind sich die Aufsteller mit dem Blumenkorso-Vereinsvorsitzenden Andreas Fleige einhellig.

Wechselnde Einfallswinkel der Sonnenstrahlen sollen wiederum die Skulptur in ein «schönes Licht- und Schattenspiel» tauchen. Die Möglichkeit von Vandalismus in Form von Farbschmierereien treibt den Kunstbegeisterten deshalb die Sorgenfalten ins Gesicht. «Das wäre der Albtraum», graut es Bünker in der Hoffnung auf Toleranz seitens potenzieller «Banausen».

Verein trägt Kosten

Ein letzter «kosmetischer» Strich mit der zweckentfremdeten Badebürste und noch ein Eimer Wasser drüber - Bünkers Auftrag ist erfüllt. Die Kosten für das Kunstwerk übernimmt mit dem zurückgestellten Erlös aus dem letzten Blumenkorso ganz der Verein. tke

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