Hinreißende Klassik in der Stiftskirche Asbeck

Westdeutsche Sinfonia

Die Stiftskirche St. Margareta schuf am Sonntag den würdigen Rahmen für ein hinreißendes Konzert der Westdeutschen Sinfonia in der Reihe "Sommer - Schlösser - Virtuosen: Klassik im Westmünsterland" mit dem Solisten Adrian Durm am Saxofon.

Asbeck

, 04.07.2016 / Lesedauer: 2 min
Hinreißende Klassik in der Stiftskirche Asbeck

Viel Beifall gab es in der Stiftskirche für die Westdeutsche Sinfonia. Dirking

Souverän geleitet wurden Orchester und Solist von Orchesterleiter und Moderator Dirk Joeres. Vor großem Publikum eröffnete das Streichorchester mit Mozarts populärster Serenade KV 525. Der Komponist hatte sie in aller Bescheidenheit "Eine kleine Nachtmusik" genannt, sie verschaffte ihm aber großen Ruhm, so der Moderator. In tadelloser Klangqualität interpretierte die Sinfonia das lebhafte Allegro, die sanfte Romance, das tänzerische Menuetto und das abschließende Rondo.

Saxofonist begeistert

Etwas ganz Besonderes war das Konzert für Saxofon und Streicher op. 109 des russischen Komponisten Alexander Glasunov, der die Musikströmungen seines Landes mit der europäischen Musik verbunden habe, so erläuterte der Dirigent. Mit erwartungsvollem Applaus wurde dazu der Saxofonist Adrian Durm begrüßt. Bei diesem außergewöhnlich dichten Werk in Moll, das nach der Saxofon- Improvisation mit einer Fuge endete, erwies sich Adrian Durm als begnadeter Musiker, der mal solo, mal im Zusammenspiel mit dem Orchester seine große Kunst am Saxofon hören ließ. Es gab spontanen Applaus.

Spätromantisches Werk

Mit großer Begeisterung intonierten die Streicher ein Scherzo und Intermezzo der spätromantischen Epoche des Komponisten Franz Schreker. Die Klangfarben Skandinaviens repräsentierte in diesem Konzert Edvard Grieg, dessen Musik die Westdeutsche Sinfonia mit viel Leidenschaft, Präzision und Perfektion zum Klingen brachte, wie bei den Elegischen Melodien op. 34, Nr. 2, "Letzter Frühling" und der Suite für Streichorchester op. 40 "Aus Holbergs Zeit". Mit den Sätzen Prélude, Sarabande, Gavotte, Air und Rigaudon hörten die vielen Konzertgäste eine Musik in altem Stil, bei dem sich barocke Elemente mit der Tonsprache der Romantik verbanden.

Rauschender Beifall

Das Publikum war überwältigt von so viel virtuos gespielter Klassik. Für den rauschenden Schlussapplaus gab es noch eine gern gehörte Zugabe.

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