Hofstelle Lenfert macht Platz für 65 Häuser

Baugebiet Roggenkamp

Ein großes, neues Wohnbaugebiet wird in Nähe zum Ortskern entstehen. Die Pläne für das 58000 qm große Gelände zwischen Asbecker Straße und Legdener Mühlenbach fanden am Montagabend im Gemeinderat große Zustimmung aus allen Fraktionen.

LEGDEN

, 19.04.2016, 18:16 Uhr / Lesedauer: 2 min
Hofstelle Lenfert macht Platz für 65 Häuser

Die Hofstelle Lenfert wird aufgegeben. Der alte Speicher (vorn) soll erhalten werden.

"Wir brauchen Wohnraum. Besonders kleine, barrierearme Wohnungen", erläuterte Bürgermeister Friedhelm Kleweken. So sollen sowohl Einfamilienhäuser als auch Häuser mit Mietwohnungen gebaut werden.

Auf der Ackerfläche hinter den ersten Häusern der Asbecker Straße werden 60 Grundstücke ausgewiesen für einzelne Häuser. Es wird zwei Zufahrten geben. Eine ist schon heute in einer Baulücke nach den ersten Doppelhäusern erkennbar. Unmittelbar am Kreisverkehr steht jetzt noch die Hofstelle Lenfert. Die Gebäude, die renovierungsbedürftig sind, sollen abgerissen werden. Hier sollen fünf Mietshäuser entstehen, in denen rund 40 Wohnungen Platz haben.

Speicher bleibt erhalten

Der Speicher, so erläuterte Bauamtsleiter Schiermann, könne erhalten und gemeinschaftlich genutzt werden, sei es für Abstellplätze für Fahrräder oder Müllbehälter oder für einen Gemeinschaftsraum. Der Speicher entstand in den 1920er-Jahren als einer der letzten seiner Art.

Neu ist, dass nicht die Gemeinde selbst das Baugebiet vermarktet, sondern ein Investor. Mit Bertold Lösing, der einen Zimmereibetrieb in Legden hat, wurde bereits ein städtebaulicher Vertrag zur Kostenübernahme abgeschlossen. Er wird die Baulandfläche erschließen und vermarkten. Eine Tatsache, die Sigrid Goßling für die SPD-Fraktion begrüßte. "Hut ab, solch ein Projekt auf die Beine zu stellen", sagte sie am Montagabend, "wir finden es toll."

"Ausgereiftes Konzept"

Zustimmung kam auch von der CDU. "Ein tolles Baugebiet, superschön gelegen", kommentierte gestern der Fraktionsvorsitzende Bertolt Langehaneberg. Er ist sicher, dass sich das Baugebiet gut vermarkten lässt. Auch der Industriepark A31 werde in Zukunft neue Einwohner nach Legden bringen.

Friedhelm Kleweken sprach von einem ausgereiften Konzept. Im Vorfeld, so der Bürgermeister bei der Sitzung, gab es zahlreiche Gespräche mit dem Investor, den Unteren Wasser- und Landschaftsbehörden und der Bezirksregierung. Die Ergebnisse sind bereits in die Planungen eingeflossen. Einbezogen wird der Legdener Mühlenbach. Dorfauswärts wird sich der Grüngürtel in der Landschaft ausdehnen. Über eine Brücke soll vom Neubaugebiet aus der Radweg am Mühlenbach erreichbar sein.

Ausgleichsflächen

Wegen des Neubaugebiets Roggenkamp müssen Ausgleichsflächen geschaffen werden. Rund 17 500 qm werden von Grün- in Wohnbaufläche umgewandelt.

Deshalb beschloss der Gemeinderat die 37. Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde. Vorgesehen sind dafür Flächen in der Nähe des Dorfes Münsterland, die aus Schallschutzgründen sowieso nicht mehr für die Wohnbebauung vorgesehen sind.

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