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Ideen für 100 Meter Barrierefreiheit

Straßenplanung

Barrierefreiheit kann weitaus mehr bedeuten als nur abgesenkte Bordsteine. Was möglich ist, das will Legden im Rahmen der Regionale 2016 auf gut 100 Metern in der Dorfmitte modellhaft erproben.

LEGDEN

, 23.03.2015 / Lesedauer: 3 min
Ideen für 100 Meter Barrierefreiheit

Projektkoordinatorin Annika Lacour in der Hauptstraße, die barrierefrei werden soll.

Für den dritten Abschnitt des Umbaus der Hauptstraße hat jetzt die heiße Planungsphase begonnen. Daran können sich alle Legdener beteiligen. Drei Planungsbüros - Club L94 (Köln), Greenbox (Köln) und ISW (Borken) - entwickeln zurzeit im Rahmen eines kleinen Wettbewerbs Ideen für den Hauptstraßenabschnitt zwischen den Einmündungen Vikar-Entrup-Straße und Königstraße.

"Die drei Büros haben wir uns nicht aus dem Ärmel geschüttelt", betont Projektkoordinatorin Annika Lacours. Vielmehr hätten sich die drei Wettbewerbsteilnehmer in Zusammenarbeit mit der Regionale-Agentur und Experten aus einer Liste von fast 2o Fachbüros herauskristallisiert.

Erste Skizzen

Bis zum 16. April werden die Planer in Köln und Borken ihre ersten Ideenskizzen zu Papier bringen, um sie dann in einem Zwischenkolloquium in Legden vorzustellen.

Diese Veranstaltung soll aber keine Einbahnstraße sein: Auch die Bürger können ihre Ideen, Wünsche oder auch Kritik einbringen, und zwar direkt im Zwiegespräch mit den Planern im Rahmen eines "Wandelgangs" entlang der Planskizzen im großen Saal des Hauses Weßling.

Hausaufgaben für Straßenplaner

Direkt nach der öffentlichen Veranstaltung tagt die Empfehlungskommission und gibt den Planern auf Grundlage der ersten Ideen weitere Hausaufgaben mit auf den Weg.

"Barrierefrei zu gestalten heißt, für alle zu bauen, nicht nur für ältere Menschen, sonder auch für jüngere, für schwächere Verkehrsteilnehmer, für Radfahrer und für Fußgänger." Sicherheit und Aufenthaltsqualität stünden im Vordergrund. Eine besondere Herausforderung, so Lacour, sei die Vereinbarkeit von Straßenverkehr, Parkplätzen mit der barrierefreien Zugänglichkeit im zentralen Nahversorgungsbereich.

Parkplätze erhalten

"Die vorhandenen Parkplätze sollen auf jeden Fall erhalten bleiben", betont Lacours. "Aber vielleicht spielt ja der Autoverkehr in Zukunft mal eine weniger wichtige Rolle. Das könnte man jetzt bei der Ausgestaltung der Parkplätze schon mitbedenken."

Die fertigen Pläne werden am Samstag, 9. Mai, öffentlich präsentiert. Danach bewertet die Empfehlungskommission die Entwürfe. Die Entscheidung über das weitere Vorgehen trifft der Gemeinderat in öffentlicher Sitzung im Juni.

Baubeginn noch unklar

Und wann ist Baubeginn? Das ist noch unklar. Lacour: "Es steht ja auch noch der Umbau der B474 an. Wir wollen auf jeden Fall vermeiden, dass wir gleichzeitig zwei Großbaustellen in Legden haben. Das gäbe ja ein Verkehrschaos." Vorrang hat die B474, weil sie die größere Maßnahme ist. Aber spätestens zum Regionalepräsentationsjahr 2016/17 soll auch in der Hauptstraße etwas zu sehen sein.

Termine und Namen

Zwischenkolloquium: Donnerstag, 16. April, 19 Uhr, öffentliche Bürgerveranstaltung im Haus Weßling, Busshook 6 Abschlusspräsentation: Samstag, 9. Mai, 13.30 Uhr, öffentliche Bürgerveranstaltung im Haus Weßling Ratssitzung:  Montag, 22. Juni, Entscheidung über die weitere Vorgehensweise auf der Grundlage der Ergebnisse der Empfehlungskommission  

Empfehlungskommission  (stimmberechtigt): Sigrid Goßling (SPD-Fraktionsvorsitzende), Dagmar Grote (Architektin), Gerd Heuser (UWG-Fraktionsvorsitzender), Friedhelm Kleweken (Bürgermeister), Berthold Langehaneberg (CDU-Fraktionsvorsitzender), Helmut Schiermann (Fachbereichsleiter Planen und Bauen), Anke Schmidt (Architektin), Uta Schneider (Regionale-Geschäftsführerin), Bernhard Sieverding (Fachbereich Verkehr, Kreis Borken); beratend: Heinz Kroschner, Denkmalbeauftragter für Legden, Annika Lacour (Projektkoordinatorin Zukunftsdorf); stellvertretendes Mitglied: Dr. André Wolf (Regionale)

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