In Legden ist die Feuerwehrwelt in Ordnung

Generalversammlung

"Ein "starkes Jahr" liegt hinter ihnen: Das Resümee der Freiwilligen Feuerwehr Legden war zur Generalversammlung am Freitagabend mit Superlativen gefüllt. Viele Großbrände, sehr schwere Verkehrsunfälle mit Todesfolge und der Katastrophenalarm im Juni zur verheerenden Hochwasserlage haben den Feuerwehrmänner und -frauen auch auf Kreisebene extreme Leistungen abgefordert. Mit dem Wachstum der Gemeinde steht die Feuerwehr vor neuen Herausforderungen.

LEGDEN

06.11.2016, 19:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

"Nach lieben ist helfen das schönste Zeitwort der Welt", fasste Klaus Uppenkamp, Leiter der Feuerwehr Legden, die Motivation seiner Berufskollegen in einem Zitat von Bertha von Suttner zusammen. Diesen Antrieb wolle und müsse man an die Jugend weiter geben, "ihnen unsere Wertvorstellungen, Überzeugungen und den Einsatz für Mitmenschen vermitteln", so Uppenkamp. Zurzeit werden 19 Jungen und Mädchen in der der Abteilung der Jugendfeuerwehr ausgebildet.

Für die stetig wachsenden Anforderungen an die Feuerwehren und das immer währende Einsatzrisiko sei "lebenslanges Lernen eine Grundvoraussetzung", ergänzte Kreisbrandmeister Johannes Thesing. Er bescheinigte den Löschzügen aus Legden und Asbeck "eine hervorragende Bilanz" des vergangenen Jahres, lobte deren ausgezeichnete Einbringung bei kreisweiten Einsätzen und die konstruktive Zusammenarbeit mit der Verwaltung: "In Legden ist die Feuerwehrwelt in Ordnung."

Alle Fahrzeuge einmal ausgetauscht

Bürgermeister Friedhelm Kleweken kann ebenfalls auf eine erstaunliche Bilanz zurückblicken: Während seiner Dienstzeit seien alle Fahrzeug einmal ausgetauscht, der Fuhrpark der Feuerwehr erweitert und zwei Gerätehäuser in den Orten erbaut worden. Neueste Errungenschaft: ein Löschgruppenfahrzeug "LF 20 KatS" mit modernster Ausstattung zur Brandbekämpfung. "Sie sorgen als Feuerwehr dafür, dass alle gut ausgebildet sind, wir als Gemeinde stellen das technische Gerät zur Verfügung", sagte Kleweken. "Das ist für uns Ehrensache!"

Mit dem Wachstum der Gemeinde und der Ansiedelung von Industriebetrieben in Gewerbegebieten wachse auch das Aufgabengebiet der Freiwilligen Feuerwehr. Das erfordere eine Neukonzeption des Brandschutzbedarfsplanes, erläuterte der Bürgermeister. Parallel dazu sei der Gefahrenabwehrplan der Kommune für Krisensituationen "fast fertig".

Dass Brandschutz bereits im Kindesalter beginnt, fasste Brandmeisterin Simone Schulze Beikel in ihrem Bericht zusammen. Das vierköpfige Team der Abteilung Brandschutzerziehung und Aufklärung besteht seit 2013 und klärt regelmäßig in den Kindergärten und der Grundschule der Kommune über elementare Fragen auf: Was macht die Feuerwehr? Was tun, wenn es brennt?

Vorsorge betreiben

Ob Räumungsübungen oder die Aufklärung über die Pflicht für Rauchmelder in Privatwohnungen ab 1. Januar 2017 - "Wenn es um Menschenleben geht, müssen wir Vorsorge betreiben", erklärte Klaus Uppenkamp. Jeder verhinderte Brand sei aber auch ein Kompliment für uns auf der Haben-Seite.

Besonderer Stolz erfüllt den Leiter der Feuerwehr auch die Zugehörigkeit des Musikzuges und des Feuerwehrchores zu seiner Einheit. "Musik kann Brücken bauen, Gesang auch."

Ehrungen und Beförderungen

LEGDEN/ASBECK. Die Versammlung der Löschzüge am Freitagabend wurde genutzt, um in feierlichem Rahmen die aktiven Feuerwehrleute zu ernennen und zu befördern oder auch, um langjährige Mitglieder zu ehren.

Ernennungen: Zum Oberfeuerwehrmann ernannt wurden Florian Barenbrügge, Hendrik Laukötter, Markus Nettels und Tobias Vinkelau; Ralf Rusche zum Unterbrandmeister, Michael Barenbrügge zum Brandmeister und Simone Schulze Beikel zur Oberbrandmeisterin. Die Prüfung zur Jugendflamme Stufe II absolvierten Domenico Fleck, Hubertus Hessels, Moritz Hommel, Leon Mönsters, Nico Niggenhüser, Maximilian Schrage und Oliver Schürhoff. Die Jugendflamme Stufe III bekamen Silas Böckmann, Jonas Kleideiter, Moritz Niggenhüser, Tobias Revers und Luca Seewald verliehen. Ehrungen: Das Feuerwehrabzeichen in Silber für 25 Jahre aktive Arbeit in der Freiwilligen Wehr überreichte Bürgermeister Friedhelm Kleweken an Stefan Albers, Andreas Marpert und Klaus Revers. Für ihre 50-jährige Mitgliedschaft bedankte sich Klaus Uppenkamp bei Alfons Böckmann, Bernhard Niedecker, Bruno Reers und Hubert Wernsing. In die Ehrenabteilung der Feuerwehr sind Werner Terstege und Stefan Kemper übergetreten.  

Die Legdener Feuerwehr zählt etwa 230 aktive Mitglieder. Zum Löschzug Legden gehören 63 aktive Kameraden und 23 in der Ehrenabteilung. Zum Löschzug Asbeck zählen 27 Aktive und 21 Kameraden in der Ehrenabteilung.
Die Jugendfeuerwehr ist mit 19 Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren besetzt.  Der Musikzug besteht aus 88 aktiven, 63 passiven und 5 Ehrenmitgliedern. In der Förderstufe sind 20 Kinder angemeldet. Mit 26 Aktiven und 2 passiven Mitglieder) ist der Feuerwehrchor gut besetzt. Insgesamt hat die Feuerwehr bis zum 31. Oktober 73 Einsätze mit insgesamt 2599 Stunden absolviert (62 Einsätze für den Löschzug Legden, 11 für den Löschzug Asbeck).

 

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