Jesusbilder gesucht und festgehalten

Fotoprojekt von Hendrik Lange

Jeder kennt Bilder von Jesus. Oft sind es gerade die sehr populären, die einem im Kopf präsent sind: Etwa die Szene des letzten Abendmahls oder gar die Wandgemälde in der Sixtinischen Kapelle. Aber auch direkt vor der eigenen Haustür finden sich zahlreiche Jesusbilder – Hendrik Lange hat in Legden und Asbeck einige zusammengetragen.

LEGDEN

, 15.05.2015, 18:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Jesusbilder gesucht und festgehalten

Hendrik Lange hat Jesusbilder in Legden fotografiert. Unterstützt wurde er dabei von Pastoralreferentin Anja Mittrup.

Der Religions- und Geschichtslehrer hatte bereits während seines Referendariats 2012 die Idee, sich in Gemeinden auf die Suche nach Bildern von Jesus zu begeben und diese fotografisch festzuhalten. „Zu Bildern vor Ort lässt sich ein ganz anderer Bezug herstellen. Das war auch in meinem Unterricht sehr hilfreich“, so Lange.

Für die bisherigen Aufnahmen kehrte der an einer Gesamtschule in Duisburg arbeitende Lehrer in seine Heimatregion zurück, wie er weiter erklärt: „Das liegt zum einen daran, dass ich sehr heimatverbunden bin, zum anderen aber auch daran, dass im Ruhrgebiet viele Kirchen häufig zu sind. Das Ganze wäre mit mehr organisatorischem Aufwand verbunden.“ Bisher hat er schon Jesusbilder in Coesfeld, Gescher, Dülmen oder in Münsters Dom mit seiner Kamera festgehalten.

Suche nach Motiven

Für die Aufnahmen in Legden und Asbeck benötigte Hendrik Lange rund zwei Monate. Unterstützt wurde er dabei von Bernhard Laukötter vom Heimatverein, dem Küster der Katholischen Kirchengemeinde St. Brigida, Martin Feldhaus, sowie Pastoralreferentin Anja Mittrup. „Sie haben mir vor allem bei der Recherche geholfen und Zugang zu den Räumlichkeiten ermöglicht“, sagt Lange, der in Legden insbesondere in Kirchen und auf dem Friedhof nach Motiven suchte.

Zusätzlich zu den 42 Fotos hat Lange zudem eine Übersicht zu den Werken erstellt. Während dieser Arbeit staunten selbst seine Helfer aus der Gemeinde, denn niemandem war bewusst, dass es tatsächlich so viele Jesusbilder in Legden und Asbeck gibt. „Aus Gewohnheit übersieht man einfach sehr viel. Außerdem hat das Projekt bewirkt, dass wir genauer auf die vorhandenen Bilder achten und uns die Geschichte wieder ins Gedächtnis rufen“, sagt etwa Martin Feldhaus.

Toller Fundus

Anja Mittrup ergänzt: „Selbst wir hatten da gar nicht den Überblick. Jetzt gibt es aber einen tollen Fundus.“ Und dieser soll mit dem kommenden Monat auf der Internetseite der Kirchengemeinde St. Brigida einsehbar sein – sämtliche Fotos von Hendrick Lange samt Beschreibungen.

„Gerade in Legden mit der tausendjährigen christlichen Prägung finden sich Kunstwerke der verschiedensten Zeiten. Gemacht für die Ewigkeit. Einmal aufgelistet, zeigt sich, wie facettenreich die Darstellungen sind“, so Hendrik Lange. Er hofft, dass viele Legdener die Werke nun anders – oder gar überhaupt erstmalig – wahrnehmen.

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