Keine Sternsinger-Spenden für Freundeskreis mehr

Spenden fehlen jetzt

Als Gerd Baumeister als achtjähriger Sternsinger durch Legden zog, wurden schon die Legdener Missionare unterstützt. So erinnert er sich mehr als 50 Jahre später. Jahr für Jahr ging Geld nach Namibia. Wenn an diesem Wochenende die Sternsinger in Legden und Asbeck unterwegs sind, wird das nicht so sein.

LEGDEN

, 05.01.2017, 18:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Im Early Intervention Centre in Windhoek kümmert sich Sandra Hollweg um Kinder mit Behinderung. In einem Brief mit vielen Fotos hat sie jetzt Bericht erstattet und für die Spenden, unter anderem von der Kolpingsfamilie Legden gedankt.

Im Early Intervention Centre in Windhoek kümmert sich Sandra Hollweg um Kinder mit Behinderung. In einem Brief mit vielen Fotos hat sie jetzt Bericht erstattet und für die Spenden, unter anderem von der Kolpingsfamilie Legden gedankt.

Und das durchaus zu Recht, wie Gerhard Baumeister (kleines Foto) einräumt. Seit Jahrzehnten setzt er sich für Projekte in Namibia ein. Die Sternsingeraktion ist fest mit dem Kindermissionswerk verbunden, das in diesem Jahr die Region Turkana in Kenia in den Mittelpunkt seiner Sternsingeraktion stellt.

Prüfung des Bistums

Wenn in den vergangenen Jahren in Legden die Spenden der Sternsinger aufgeteilt wurden, wurde dies deshalb nicht richtig gehandhabt, wie Pfarrer Axel Heinekamp gestern auf Anfrage der Münsterland Zeitung bestätigte. Das habe sich bereits früher bei einer Prüfung durch das Bistum herausgestellt.

Spendenaufkommen sinkt

Für Gerhard Baumeister und den 1993 gegründeten Freundeskreis Namibia ist es keine gute Nachricht. Mit rund 2500 Euro aus dem Sternsinger-Topf konnte er in den vergangenen Jahren rechnen. Das ist etwa die Hälfte der Spenden, die in einem Jahr zusammenkommen. "Vor Jahren waren es noch 10000 Euro" berichtet er, dass das Spendenaufkommen kontinuierlich zurückgeht. Doch es bleibt nicht bei Geldspenden. So wurden schon viele Container mit Kleidung auf die Reise geschickt. Gesammelt wird beispielsweise bei der Kleiderbörse der Kolpingsfamilie. Außerdem stehen vier orangefarbene Kolping-Sammelcontainer in Legden. Aber auch privat erhält Baumeister immer wieder Kleiderspenden, die er auf die Reise schickt. Drei Projekte werden unterstützt. Da ist der Containerdienst, der über die Missionsprokur der Oblatenmissionare in Borken-Burlo läuft. Rund 8000 Euro kostet ein Transport pro Container. Acht Container waren es 2016.

Zum sechsten Mal in Namibia

Die Stadtlohnerin Sandra Hollweg engagiert sich im Early Intervention Centre in Windhoek um Kinder mit Behinderung. Gerade hat sie in einem langen Schreiben eine Jahresbilanz gezogen. In Okahandja und Swakopmund schließlich werden Näherinnen ausgebildet, für die die Legdener Partner auch Nähmaschinen lieferten. Baumeister leistet auch praktische Hilfe. Wenn er im März zum sechsten Mal nach Namibia reist, wird der gelernte Nähmaschinenmechaniker auch reparaturbedürftige Maschinen vorfinden.

Vor seiner Reise will er in Legden und Asbeck zu Informationsabenden einladen. Und auch auf die Unterstützung der Kirchengemeinde setzt er: Damit auch in Zukunft genug Geld für Namibia zusammenkommt.

Gerhard Baumeister hat Informationen: Tel. 3394

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