Werden bald Kindergartenplätze in Asbeck fehlen?

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In Legden sind gerade zwei neue Kindergartengruppen gestartet. Bald schon werden die Betreuungsplätze in Asbeck knapp. Ein Thema für Kirche und Gemeindeverwaltung.

Legden

, 23.10.2019, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es werden mehr Kinder geboren, Eltern wollen ihre Kinder früher in einem Kindergarten betreuen lassen und das außerdem für immer mehr Stunden täglich. Das alles sind Gründe dafür, warum Kindergartenplätze knapp werden. In Asbeck besteht jetzt Handlungsbedarf.

„Es handelt sich um etwa eine halbe Gruppe“, erklärt Bürgermeister Friedhem Kleweken und spricht von zehn bis 20 Kinder je nach Betreuungsquote.

Genaue Zahlen im Schul- und Jugendausschuss

Genaue Zahlen, wie sich der Betreuungsbedarfsplan in den kommenden Jahren entwickeln wird, gibt es in der kommenden Sitzung des Schul-, Sport-, Jugend- und Kulturausschusses am Dienstag, 29. Oktober, 18 Uhr, im Dormitorium in Asbeck. Dann wird der Kreis Borken, Fachbereich Jugend und Familie die genauen Zahlen vorstellen.

Werden bald Kindergartenplätze in Asbeck fehlen?

Ohne Um- und Anbau können hier nicht mehr Kinder in den Kindergarten gehen. Zurzeit gibt es hier drei Gruppen. © Markus Gehring

Erste Gespräche zwischen der Gemeinde Legden und der katholischen Kirchengemeinde St. Brigida - St. Margareta als Träger des Kindergartens St. Margareta in Asbeck haben bereits stattgefunden. „Wir haben Lösungsansätze gefunden“, sagt Friedhelm Kleweken. Auch Pfarrer Axel Heinekamp spricht von einem Ausloten für eine Kapazitätserweiterung und konstruktiven Gesprächen. „Die Bereitschaft des Kirchenvorstands, der politischen Gemeinde zu helfen, ist da“, sagte er am Dienstag.

An- oder Umbau ist notwendig

Letztendlich ist alles eine Finanzierungsfrage. Denn ohne Investitionen in einen Um- oder Anbau des bestehenden Kindergartens wird es nicht gehen. Detailliertere Planungen, so Kleweken, gibt es bisher aber nicht.

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Die Nachfrage nach Kindergartenplätzen hat sich in den vergangenen Jahren stark entwickelt. Pfarrer Heinekamp erinnert sich noch daran, dass es in Asbeck vor drei Jahren eher darum ging, den Kindergarten mit seinen drei Gruppen zu erhalten. „Das hat sich massiv geändert“, sagt er. Frühere Berechnungen taugten inzwischen nur noch für das Altpapier. Inzwischen werden die Überbelegungsmöglichkeiten genutzt.

Auch Bürgermeister Kleweken betont die rasante Entwicklung, auf die die Kreisverwaltung deshalb zeitnah reagiere. Vor allem Plätze für Kinder unter drei Jahren werden immer mehr nachgefragt.

54,9 Prozent der Kinder gehen 45 Stunden wöchentlich in den Kindergarten

Auffallend, so hatte es das Kreisjugendamt vor einem Jahr dem Schul- und Jugendausschuss erläutert, ist die hohe Rate der Kinder, die ganztags, also 45 Stunden wöchentlich, betreut werden. 2018 waren das 54,9 Prozent der Kinder, im Kreis sind es 41,7 Prozent.

Ein gutes Beispiel dafür, wie schnell der Bedarf an Plätzen in Kindertageseinrichtungen gewachsen ist, zeigt der Ortsteil Legden. Dort wurde vor zwei Jahren der DRK-Kindergarten Mühlenbach mit drei Gruppen eröffnet. In diesem Sommer wurde für zwei weitere Gruppen angebaut. Friedhelm Kleweken sagt, dass das nicht reichen wird: „Auch in Legden werden in in Zukunft noch nachrüsten müssen.“

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