Kirchturmdach muss gedeckt werden

Marode Schieferplatten

Die Begutachtung hoch oben auf dem Dach des Kirchturms der Stiftskirche in Asbeck brachte die Gewissheit: Die Schieferplatten sind nicht mehr sicher. Das Dach muss neu gedeckt werden. Gestern baute die Stadtlohner Gerüstbaufirma Teupe ein Gerüst auf und sicherte den Bereich weiträumig mit einem Bauzaun.

LEGDEN

, 07.04.2017, 17:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kirchturmdach muss gedeckt werden

Wer durch die hintere Kirchentür will, muss unter dem Gerüst hindurch gehen.

In den hinteren Eingang am Turm können Gottesdienstbesucher ab sofort nur noch unter dem Gerüst wie durch einen Tunnel in die Kirche gelangen. Es ist eine Lösung, die Monate anhalten wird. Der andere Eingang an der Seite ist nicht betroffen.

"Bei turnusmäßigen Reinigungsarbeiten an Dachrinnen und Kehlen ist aufgefallen, dass der Schiefer schwer gelitten hat", erläutert Pfarrer Axel Heinekamp. Daraufhin kam am vergangenen Mittwoch der unabhängige Sachverständige Ulrich Alsbach nach Asbeck und begutachtete die Dachfläche des Turms. Mit dabei war auch der Architekt Gereon Rasche, dessen Architekturbüro in Billerbeck auch schon 2013 Renovierungsarbeiten in der Kirche St. Brigida in Legden betreut hat.

Fast 100 Jahre alt

Schnell stand fest: Die ganze Kirchturm-Eindeckung ist marode. Was die beiden Experten sahen, war deutlich. "Die gesamte Substanz ist nicht mehr intakt", erläuterte Gereon Rasche auf Anfrage der Münsterland Zeitung: "Die alte Schiefereindeckung muss dringend saniert werden." Fast 100 Jahre, so Rasche, decken die Platten den Kirchturm.

Das Steinmaterial ist mürbe. "Es ließ sich mit der Hand zerbröseln", so der Architekt. Auch die verzinkten Stahlnägel, die die einzelnen Platten halten, haben sich abgenutzt und an Substanz verloren. In der Vergangenheit, so Pfarrer Axel Heinekamp, landete vereinzelt eine Schieferplatte auf dem Rasen.

Als Rettungsweg

Zur Sicherung der Fußgänger und Besucher wurde jetzt der Bauzaun aufgebaut. Als Rettungs- und Fluchtweg, so Rasche, sollte der Mitteleingang aber erhalten bleiben. Deshalb wurde die Lösung mit dem Gerüst davor gewählt. Es ist breit genug, um auch den Anforderungen bei Familien- oder Trauerfeiern zu genügen.

Wie es weiter geht, steht noch nicht fest. Der Kirchenvorstand der katholischen Gemeinde St. Brigida-St. Margareta, das Bistum Münster, Denkmalamt, die Zentralrendantur in Ahaus - sie alle werden sich noch mit dem Asbecker Schieferdach beschäftigen. Pfarrer Axel Heinekamp sagte gestern: "Wenn wir die Arbeiten im Spätsommer beginnen können, wäre das sehr gut."

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