Kleweken dankte für vertrauensvolle Zusammenarbeit

Viele positive Resonanzen

Christian Dieker ist Gesprächsthema Nummer 1 in Legden. Am Montag wurde überall diskutiert, dass der Pfarrer nicht mehr zölibatär leben will. Bürgermeister Friedhelm Kleweken hatte bereits beim Gottesdienst in Asbeck Diekers Entscheidung verfolgt.

LEGDEN

, 13.06.2016, 18:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kleweken dankte für vertrauensvolle Zusammenarbeit

Ein gutes Verhältnis nicht nur wie 2013 beim Schützenfest, als Dieker Schützenkönig wurde: Christian Dieker und Friedhelm Kleweken.

Am Montag hat er mit einem Blumenstrauß Dieker besucht und im Namen der Gemeinde für die vertrauensvolle Zusammenarbeit gedankt. "Persönlich bedauere ich es sehr", erklärte gestern Kleweken auf Anfrage unserer Zeitung. "Das Verhältnis zwischen politischer Gemeinde und Kirchengemeinde war sehr vertrauensvoll und konstruktiv", so der Bürgermeister weiter. Dass sich das Kindergartenangebot so positiv entwickelt habe, sei Diekers Verdienst. Und auch die Unterstützung bei der Entstehung des Dahliengartens hat der Bürgermeister in bester Erinnerung. "Als Seelsorger habe ich ihn geschätzt", so Kleweken, "er ist den Menschen auf Augenhöhe begegnet."

Eine Beurteilung, die viele Legdener teilen. Kritische Stimmen waren nur selten zu hören. Auch auf Facebook finden sich viele zustimmende Kommentare zu unserer Berichterstattung. "Die katholische Gemeinde in Legden verliert einen hervorragenden und sehr menschlichen Pastor. Ich bedaure es zutiefst, dass sich die Ausübung dieses Berufes sich nicht mit einer Beziehung oder Familie vereinbaren lässt", schreibt eine Leserin. "Ein sehr engagierter und ,menschennaher' Pfarrer mit tiefer Religiosität", urteilt ein Leser. Und eine weitere Leserin fordert, dass der Zölibat freiwillig sein solle.

Überraschende Entscheidung

Zu den Menschen, die Dieker Ende der Woche persönlich informierte, gehört auch Josef Büttelbrock, Mitglied des Kirchenvorstands. Er sei von der Entscheidung überrascht wurde, sagte er am Montag und bedauerte, dass Legden einen guten Pfarrer verliere. Bernhard Laukötter, ebenfalls im Kirchenvorstand, sagte am Montag: "Ich bin sehr, sehr traurig, dass er nicht mehr Pfarrer der Gemeinde ist."

Daniel Eismann aus dem Pfarreirat betont: "Es ist schade, dass die katholische Kirche nicht mit der Zeit geht." Auch in der Leiterrunde der Messdiener sei dies so allgemein festgestellt worden. Jetzt hofft Eismann, genauso wie viele andere Gemeindemitglieder, dass schnell ein Nachfolger gefunden wird. Eismann ergänzt: "Ich persönlich bin der Überzeugung, dass auch ein Pastoralreferent fehlt."

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