Kreative Bewegungsmöglichkeiten in der Legdener Kita Pusteblume

rnKita Pusteblume Legden

Ein anerkannter Bewegungskindergarten ist die Kita Pusteblume in Legden. Neues Material für die kreative Bewegung kann die Kita jetzt auch mit Hilfe des Lensing Media Hilfswerks anschaffen.

Legden

, 08.08.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bewegung wird groß geschrieben in der Kita Pusteblume. Schließlich ist die Einrichtung ein anerkannter Bewegungskindergarten. Ab sofort können sich die Kinder in der Pusteblume noch kreativer bewegen. Dabei hilft auch ein Beitrag aus dem „Bildungsscheck 2020“.

Lensing Media Hilfswerk hat Projekt mit 1000 Euro bezuschusst

Mit einem Betrag von 1000 Euro beteiligt sich das Lensing Media Hilfswerk an der Anschaffung von besonderen Materialien für den Bewegungsraum. Das Lensing Media Hilfswerk hat zum vierten Mal in Folge lokale Bildungsprojekte im Verbreitungsgebiet der Münsterland Zeitung unterstützt, insgesamt waren 5000 Euro ausgelobt.

Höher hinaus geht es für die älteren Kinder, wenn sie mit den Elementen aus Holz  eigene Bewegungsmöglichkeiten bauen. Wie eine Rutsche zum Beispiel. Sie lernen, ihre Fähigkeiten einzuschätzen, denn Hilfestellung von Erwachsenen gibt es nicht.

Höher hinaus geht es für die älteren Kinder, wenn sie mit den Elementen aus Holz eigene Bewegungsmöglichkeiten bauen. Wie eine Rutsche zum Beispiel. Sie lernen, ihre Fähigkeiten einzuschätzen, denn Hilfestellung von Erwachsenen gibt es nicht. © Kita Pusteblume

Christiane Vogeshaus, ihre Kolleginnen, die Eltern der Kita-Kinder und natürlich die Kleinen selbst sind ganz begeistert von den hölzernen Materialien, wie die Leiterin der Einrichtung im Telefonat mit der Redaktion berichtet. Was ist das Besondere daran?

„Die Materialien sind von unterschiedlicher Größe und können verschieden kombiniert werden“, verrät Christiane Vogeshaus. Vor allem helfen sie den Kindern, sicherer zu werden und sich selbst besser einzuschätzen, wenn es beispielsweise ums Klettern oder Balancieren geht. Denn anhand der verschiedenen und verschieden großen Teile können und sollen sie nach und nach höher bauen.

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Christiane Vogeshaus und zwei Kolleginnen waren zunächst auf einer eintägigen Fortbildung gewesen, um die Materialien kennenzulernen. Dann wurden die Hölzer für zehn Monate zur Verfügung gestellt, denn eine lange Probephase gehörte auch dazu. Ein Tag zur Reflexion zum Abschluss gehörte ebenso zum Projekt.

Kreative Bewegungsmöglichkeiten in der Legdener Kita Pusteblume

Die Reflexion fiel positiv aus. „Die Kinder haben ein besseres Gefühl für ihre Fähigkeiten bekommen und gelernt, sich nicht zu überschätzen“, beschreibt die Einrichtungsleiterin. Die Kleinen fangen mit Rundhölzern und Co. an, die auf dem Boden bleiben und über die sie zum Beispiel balancieren können.

„Aber die Kinder werden auch kreativ. Einige haben zusammen einen Grill daraus gebaut, andere eine Hundehütte“, erzählt sie schmunzelnd. Und auch das ist gewollt: Die sozialen Fähigkeiten, die vorhandenen Materialien zu teilen oder gemeinsam etwas zu bauen, würden gleich mit gefördert.

Hilfestellung wird nicht geboten – Kinder müssen sich selbst einschätzen

Die größeren Kinder haben dann mehr in die Höhe gebaut, haben Bretter schräg gelegt und sind darauf balanciert oder auch gerutscht. Eine Erzieherin ist immer dabei im Bewegungsraum, aber greift in der Regel nicht ein.

„Die Kinder bekommen auch keine Hilfestellung“, beschreibt Christiane Vogeshaus ein Detail aus dem Konzept. Das heißt: Haben die Kleinen zu hoch gebaut und trauen sich nicht alleine, hält kein Erwachsener sie fest. Sie müssen wieder abbauen und es eine Stufe niedriger versuchen.

„Das klappt gut, man wundert sich“, zieht die Kita-Leiterin eine positive Bilanz: Zehn Kinder sind höchstens zusammen im Bewegungsraum, es gibt 15 Stücke Materialien und eine Stunde Zeit. Da ist noch immer was Gutes bei herausgekommen. Wichtig ist auch, dass die Kinder barfuß unterwegs sind und so ein besseres Gefühl für ihre Körperhaltung entwickeln.

Mit den Elementen aus Holz bauen sich die jüngeren Kinder eigene Bewegungsmöglichkeiten zum Balancieren. Die Kleinen bleiben erst einmal auf dem Boden, so sieht es das Konzept vor.

Mit den Elementen aus Holz bauen sich die jüngeren Kinder eigene Bewegungsmöglichkeiten zum Balancieren. Die Kleinen bleiben erst einmal auf dem Boden, so sieht es das Konzept vor. © Kita Pusteblume

In der Erprobungsphase war eine Stunde pro Woche, bei der immer etwas neues Material dazu kam, die Regel. Nun können die Kinder den Bewegungsraum und die Materialien vormittags nutzen, wann immer sie möchten. Allerdings zu Corona-Zeiten immer nur gruppenweise, wie Christiane Vogeshaus erklärt.

Die Materialien passen auch in das Konzept der Kita Pusteblume, weil selbstbestimmtes Lernen dort auch groß geschrieben wird.

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Der Elternverein als Träger der Kita Pusteblume hat neben dem Lensing Media Hilfswerk auch finanziell daran mitgewirkt, dass die Einrichtung die Materialien nun endgültig anschaffen kann. Nach einem Elternabend mit vielen Infos hätten die Eltern, deren Kinder zuhause auch begeistert von ihren Aktionen erzählten, gern zugestimmt.

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