Kunst verbindet Asbeck und Reszel

Austausch beendet

"Do widzenia" - "Auf Wiedersehen" hieß es zum tränenreichen Abschied am Sonntag nach dem einwöchigen Jugend- und Fachkräfteaustausch zwischen Legden-Asbeck und der polnischen Partnergemeinde Reszel.

ASBECK

24.07.2017, 18:18 Uhr / Lesedauer: 2 min

21 polnische Schüler und elf polnische Lehrer haben acht Tage in Gastfamilien in Legden und Asbeck verbracht und ein abwechslungsreiches Programm erlebt. Nach einem Integrationsprojekttag, einer Fahrt nach Münster und einem Sportnachmittag (wir berichteten) ging es aufgrund des schlechten Wetters in das Spaßbad Bahia in Bocholt. Im Anschluss ließ die Gruppe den Tag bei gemeinsamen Spielen und Grillfleisch im Jugendhaus Pool ausklingen.

Am Freitag stand zunächst eine Fahrt mit dem Pengel-Anton auf dem Programm. Der Weg führte die Schüler und Betreuer zuerst zur Egelborg, wo es sich der Burgherr Freiherr Clemens von Oer nicht nehmen ließ, den Gästen persönlich das Anwesen zu zeigen. Im Anschluss zeigte der Bürgermeister Friedhelm Kleweken den interessierten Gästen den Dahliengarten, in dem auch das Mittagessen in Form von Pizza eingenommen wurde.

Jubiläum steht an

Besondere Freude rief die Ankündigung des Bürgermeisters hervor, dass zum anstehenden Jubiläum der Partnerschaft eine Neuzüchtung der Dahlie nach der Partnergemeinde benannt werden wird. "Wir freuen uns sehr über dieses Zeichen unserer wachsenden Freundschaft und über den Austausch der Jugendlichen und Erwachsenen. Wir lernen jedes Mal etwas dazu und lernen voneinander", begründet der Schulleiter des polnischen Gimnazjums, Edward Szmul, sein Engagement für den Austausch.

Mit einem Kunstprojekt ging es im Jugendhaus Pool weiter. Simone Schwartenbeck übernahm die Leitung und versorgte die Jugendlichen mit Spanplatten, Pinseln und Acrylfarben. Zum Thema Integration gestalteten die Jugendlichen in national-gemischten Gruppen unterschiedlichste Motive, die präsentiert und schließlich zersägt wurden, sodass jeder ein Stück des erarbeiteten Projektergebnisses mit nach Hause nehmen konnte. "Die Ergebnisse sind überwältigend schön und interessant zugleich und das Wichtigste ist, dass sich die Jugendlichen auf Deutsch darüber austauschen mussten, was sie da auf die Platte malen", zeigte sich Simone Schwartenbeck zufrieden mit dem Projekttag.

Nationalflaggen

Die Motive aus Nationalflaggen, bunten Händen und europäischen Sternen wurden auch den Gastfamilien präsentiert, die sich am Samstagabend zum Abschlussabend am Dormitorium einfanden. Jede Gastfamilie trug eine Vorspeise oder einen Nachtisch zum Buffet bei, sodass eine bunte Mischung unterschiedlichster Gerichte entstand, bei der alle Gäste etwas Passendes fanden.

"Trotz der ganzen Arbeit, die mit einem solchen Austausch verbunden ist, sind wir alle sehr zufrieden, dass tatsächlich ein echter Austausch zwischen den Jugendlichen und Erwachsenen zustande gekommen ist und bestehende Freundschaften vertieft und neue entstanden sind", waren sich die Mitglieder des Partnerschaftskomitees Legden-Asbeck/Reszel einig. Auch deshalb hieß es beim Abschied am Sonntag nicht "Tschüss", sondern "Auf Wiedersehen".

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