Kunstwerke sorgen für Achterbahnfahrt der Emotionen

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Die mit Spannung erwartete Ausstellung von Rainer Gardian und Rüdiger Klebeck ist am Sonntag im Dormitorium in Asbeck eröffnet worden. Bei manchen Betrachtern stellte sich Grusel ein.

Legden

, 02.09.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein zufrieden lächelndes Gesicht aus Sandstein blickt den Ausstellungsbesucher seit Sontag im Dormitorium in Asbeck an. Schräg gegenüber spuken Dämonen in einer angsteinflößenden Apparatur und mitten drin ein gequältes, menschliches Gesicht. Viel gegensätzlicher könnten die Arbeiten des Malers Gardian und des Bildhauers Klebeck wohl nicht sein. Und das liegt nicht nur an den unterschiedlichen Medien, die die beiden Künstler verwenden.

„Ein wenig gruselig“

„Ich bin vorhin schon mal durch die Ausstellung gegangen und ich fand die Bilder ein wenig gruselig. Man mag sich kaum vorstellen, was da mit den Menschen passiert“, gibt Bernhard Laukötter zu. Laukötter gab zu Beginn einen Einblick in die Arbeiten des Billerbecker Bildhauers und des Coesfelder Malers, die im Dormitorium eindrucksvoll zusammengefunden haben.

Der Autodidakt Rüdiger Klebeck kitzelt mit Vorliebe aus dem Material, vorwiegend Sandstein, allerlei Emotionen heraus. Nicht umsonst tragen viele seiner Skulpturen Titel wie „Alte Freunde“, „Zufriedenheit“ oder „Achtsamkeit“.

Stilisierte Köpfe und Körper

„Ich setze mich mit den Menschen heute auseinander und versuche, aus dem Stein die Gefühle herauszuarbeiten“, erklärt Klebeck. Stilisierte Köpfe und Körper in Sand- und Speckstein sowie Holz, viele davon derart rundlich und glatt bearbeitet, dass der Betrachter sie am liebsten berühren möchte.

Bunt und detailreich

So fordert der Bildhauer die Gäste auch auf, genau hinzuschauen und die Botschaften seiner Werke selbst herauszufinden. „Wenn Sie um eine Skulptur herumgehen, können sie da oft eine ganze Geschichte ablesen“, so Rüdiger Klebeck. Ganz anders wirken die oft großformatigen Bilder seines Counterparts Rainer Gardian: unfassbar detailreich, bunt und oft schockierend.

Ausstellung bis 13. Oktober

Das Ölbild „Werkstatt der Merkwürdigkeiten“ beispielsweise erinnert an eine moderne Adaption Pieter Breughels des Älteren. „Das ist künstlerisch sehr gut gemacht, aber ich muss mich da erst noch dran gewöhnen“, sagt eine Besucherin der Vernissage am Sonntagvormittag. Die Ausstellung im Dormitorium, Stiftsstraße 20, ist noch bis zum 13. Oktober geöffnet, samstags, sonntags und an Feiertagen jeweils von 14.30 bis 17.30 Uhr.

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