Laden- und Objektbau Stapelbroek wächst weiter

Am Gewerbepark A31

"Industriepark 1", die Adresse könnte für Jürgen Stapelbroek gebucht sein. Der Legdener Unternehmer baut als erster im neuen Gewerbepark an der A 31. Es ist ein starker Auftritt.

LEGDEN

, 04.04.2016, 18:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Laden- und Objektbau Stapelbroek wächst weiter

Neben der Verwaltung (r.) werden vier Hallen gebaut.

Auf 27000 Quadratmetern baut er ein neues Verwaltungsgebäude und vier Hallen. Und er hat sich weitere Flächen gesichert, sodass sich die Stapelbroek GmbH in Zukunft sogar auf 43000 Quadratmetern ausdehnen kann. Bereits in diesem Jahr will er mit dem Umzug beginnen.

Sichtbar tut sich etwas auf dem Gelände des Industrieparks A31 an der Autobahnausfahrt Legden/Ahaus. Der Zweckverband bringt die Erschließung des gesamten Geländes voran. Und Stapelbroek bereitet alles vor, damit ab Mai die Bauten sichtbar in die Höhe wachsen können. Sie werden prominent vorne an der B 474 stehen.

Viel zu wenig Platz

Der Bau ist lange geplant. Und notwendig. Am Standort Zur Dinkel 33 ist längst nicht mehr genug Platz. Auf dem Weg zu dem Büro von Jürgen Stapelbroek geht es vorbei an kleinen Büros, in denen viele Menschen sitzen. Im Flur ein großer Konferenztisch - auch er voll besetzt. Es wird deutsch gesprochen, englisch und auch niederländisch. Stapelbroek ist international mit Laden- und Objektbau unterwegs.

"In sechs Bauabschnitten ist der Standort seit 1997 gewachsen", erläutert Stapelbroek. Vom ursprünglichen Schreinerbetrieb, den er 1993 in Stadtlohn gründete, hat sich sein Unternehmen kontinuierlich entwickelt. Heute arbeiten mehr als 100 Mitarbeiter in ganz Europa für Stapelbroek. Auf mehr als 10000 Quadratmetern wird produziert. Längst musste der 51-Jährige Fremdhallen mieten. "An zwei oder drei Standorten zu produzieren, ist nicht ideal."

Europaweites Geschäft

Sein Geschäft ist der Objekt- und Ladenbau. Und das europaweit. In den Niederlanden hat das Unternehmen diverse Restaurants von Ikea ausgebaut. Wer bei Douglas nach Parfüm Ausschau hält, kann davon ausgehen, in einer Ladeneinrichtung "made in Legden" zu stehen.

Stapelbroek schafft Inneneinrichtungen, sei es in einem Hotel in München oder in Deichmann-Filialen. Genauso tritt er als Generalunternehmer auf, der ein Projekt vom Trockenbau über Malerarbeiten, technische Gebäudeausrüstung und Klima- und Sanitärtechnik bis zur Eröffnung begleitet.

Idealer Standort

"Durch Geschäftssinn getrieben", so beschreibt Stapelbroek den Grund für das ständige Wachstum. Dieser Geschäftssinn ist es wohl auch, der ihn bereits seit Langem nach einer neuen Fläche suchen lässt. Allein schon wegen der Mitarbeiter wollte er in der Nähe bleiben. "Für mich ist das europaweit der idealste Standort", sagt der gebürtige Legdener und meint damit Deutschland, im Besonderen das Münsterland. "Im Projektgeschäft heißt es auf kurzfristige Dinge zu reagieren", sagt er, nennt Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein der Menschen, spricht von einer gewachsenen Lieferantenstruktur. "Ich habe nie überlegt, nach Polen zu gehen."

"Mit Friedhelm Kleweken bin ich seit gefühlten fünf Jahren im Gespräch", sagt Stapelbroek und lobt die Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister. "Vor zwei Jahren habe ich entschieden, dass ich in Legden bleibe", erläutert der 51-Jährige. Nahe zur Autobahn wird das Verwaltungsgebäude gebaut: 50 Meter lang, 13 Meter tief und drei Etagen hoch. Daneben entstehen vier Hallenschiffe, die insgesamt 12500 Quadratmesser umfassen. Dort wird produziert und gelagert.

Wachstum geplant

"Zeitlose Architektur kombiniert mit wunderbaren Funktionen innen", beschreibt Stapelbroek die Pläne, die das Ahauser Architekturbüro Weitkamp und Partner entwickelt hat.

Nachdem die benachbarten Kötterhäuser an der Straße Am Bahndamm an die Zweckgemeinschaft verkauft wurden, hat er sich auch dort Fläche gesichert. "Theoretisch könnten dort noch einmal vier Hallen entstehen," so der Unternehmer. Auch wenn er die ersten vier Hallen so konzipiert hat, dass sie notfalls auch wieder vermietet werden können: Stapelbroek plant, weiter zu wachsen.

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