Landwirte fürchten Einbußen bei Weizen und Triticale

Zu wenig Wasser

Die Ernte ist auch bei den Legdener Landwirten schon seit einiger Zeit voll im Gange. In diesem Jahr gab es bereits starke Regenfälle, aber auch große Hitze. Wie wirkt sich das auf die Ernte aus?Als erste Getreidesorte war die Gerste dran. Sie ist bereits komplett geerntet und Christian Bomberg, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes Legden zeigte sich im Gespräch mit der Redaktion zufrieden: "Die Erträge bei der Gerste sind in diesem Jahr sehr gut!"

LEGDEN

, 05.08.2015 / Lesedauer: 2 min
Landwirte fürchten Einbußen bei Weizen und Triticale

Der Weizen steht noch zum Teil, aber der Mais im Hintergrund braucht noch bis Ende September/ Anfang Oktober.

Ganz anders sieht es dagegen bei Weizen und Triticale aus, sagt Bomberg. Die Ernte ist derzeit in vollem Gange, aber bereits jetzt ist absehbar: Sie wird in diesem Jahr unterdurchschnittlich ausfallen. Den Grund dafür erklärt Bomberg: "Der Regen im Frühjahr kam leider einfach zu spät für die Pflanzen."

Damit die Pflanze Ähren bilden kann, benötigt sie Wasser. Die Regenfälle setzten aber erst ein, als die Ährenbildung schon abgeschlossen war. Weil es zu trocken war, verlief die Ährenbildung nicht besonders gut. Die Folge: ein geringerer Ertrag.

20 Prozent weniger

Noch ist die Ernte nicht abgeschlossen, aber die Einbußen dürften nach Bombergs Schätzung bei etwa 20 Prozent liegen. "Wir hatten in den vergangenen Jahren etwa zehn Tonnen Ertrag. In diesem Jahr sind wir froh, wenn wir auf sieben kommen." Nun wollen die Landwirte die Triticale- und Weizenernte zügig abschließen. Wenn das Wetter bis Anfang der kommenden Woche stabil bleibe, sollte das gelingen, so die Einschätzung.

Nach der Getreideernte folgt dann Ende September die Maisernte. Der Mais startet ein wenig später mit seiner Entwicklung. "Und der sieht bislang gut aus", sagt Bomberg. Zurzeit bilden die Pflanzen ihre Kolben. Da kam den Landwirten der Regen in den letzten Tagen ganz recht. Denn genau wie das Getreide bei der Ährenbildung braucht auch der Mais für die Kolbenbildung Wasser. Und davon hat er derzeit genug. Ideal wäre für den Mais ein tropisches Klima.

Passendes Wetter

"Doch das werden wir in Legden natürlich nicht bekommen. Es wäre aber gut, wenn es warm ist und alle paar Tage mal ein bisschen Regen fällt", erklärt Bomberg. Schaden könnten ihm Unwetter oder lang anhaltende Bruthitze. "Wir sind eben stark vom Wetter abhängig und hoffen jetzt einfach mal auf passendes Wetter!"

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