Leaderprozess startete optimistisch im Dormitorium

Ausblick auf viele neue Projekte

Viele Wünsche für einen erfolgreichen Leaderprozess stiegen am Montagabend mit weißen Luftballons in den Asbecker Himmel. Bis 2023 können dank des Förderprogramms der Europäischen Union viele Projekte realisiert werden. Zum Auftakt im Dormitorium in Asbeck wurden schon einige Ideen vorgestellt.

LEGDEN/AHAUS/HEEK

, 06.09.2016, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Leaderprozess startete optimistisch im Dormitorium

Mit den Luftballons schickten die Gäste des Leader-Auftakts viele Wünsche in den Himmel.

Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller gratulierte, dass Ahaus, Heek und Legden es erneut geschafft haben: „Sie haben gezeigt, dass sie es können.“ Ihre Botschaft war klar: „Es ist ein Programm, in dem die Bürger etwas für sich selber machen.“ Vieles existiere nur durch das Ehrenamt, so Feller weiter. „Es ist wichtig, dass wir da auch mal mit Geld helfen.“

Erfolgreiche erste Leader-Periode

Bürgermeister Friedhelm Kleweken, neben Ahaus’ Bürgermeisterin Karola Voß Vorstand der Lokalen Aktionsgruppe Kulturlandschaft Ahaus-Heek-Legden (AHL), blickte sehr zufrieden zurück. Aus dem Projekt, die Potenziale für Windkraft zu erforschen, entwickelt sich inzwischen der Bürgerwindpark – Klewekens Lieblingsprojekt, wie er sagte. Solche Erfolge sind für ihn „der Dampf, der uns angetrieben hat, uns wieder zu bewerben.“

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Mehr Impressionen vom Leader-Auftakt

Der Leader-Prozess ist angelaufen. Bis 2023 geht die Förderperiode. Jetzt feierten Menschen aus Ahaus, Heek und Legden den Auftakt im Dormitorium in Asbeck.
06.09.2016
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Mit den Luftballons schickten die Gäste des Leader-Auftakts viele Wünsche in den Himmel. © Foto:Planinvent
Podiumsdiskussion mit v.l. Dr. Frank Bröckmann (Regionalmanagement), Heeks Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff, Frank Nießen, Bezirksregierung Münster, Sebastian Schürmann (Ahaus Marketing und Touristik GmbH), Kreisheimatpfleger Alfred Janning und Martina Schrage. © Foto: von Wangenheim
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Phil und Timon Bossog und Paul Blömer von der Musikkschule Ahaus stimmten mit einer Fanfare auf den Regionale-Auftakt ein.© Foto: von Wangenheim
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Peter Hettlich vom Landesumweltministerium kam zum Leader-Auftakt. In der ersten Reihe hörten ihm zu (v.r.) Friedhelm Kleweken, Karola Voß, Dorothee Feller und Franz-Josef Weilinghoff. © Foto: von Wangenheim
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15 umgesetzte Projekte, eine Million Fördermittel, zwei Millionen Euro investiert – das ist die Bilanz der ersten Leader-Periode ab 2011. Darüber hinaus, so Dr. Frank Bröcking vom den Prozess begleitenden Regionalmanagement, sei es gelungen, sich im Reigen der anderen Leader-Regionen in Deutschland herauszuheben. Der neue Zeitraum ist offiziell von 2014 bis 2020, in der Realität aber 2016 bis 2023. Soziales Miteinander, Belebung der Ortskerne, Tourismus, Kultur- und Heimatpflege sowie Energie und Klima sind in diesen Jahren die vier Handlungsfelder. In Workshops und Treffen entstand eine „Entwicklungsstrategie“ mit bereits mehr als 40 Projekten.

Dorfteich Asbeck

Für Legden zählt dazu ganz konkret der Dorfteich in Asbeck. Martina Schrage stellte am Montag ihr neues „Herzblut-Projekt“ vor, dass helfen soll, junge Ärzte aufs Land zu holen. In einem Medizinischen Versorgungszentrum sollen sie Fortbildungen zum Thema Management und Personalführung erhalten und so fit für die Selbstständigkeit gemacht werden.

Das Projekt „Gemeinsam statt einsam“ soll helfen, dass ältere Menschen weiterhin in der Gesellschaft aktiv bleiben können. Für Grundschüler soll ein Leitfaden zur Konfliktprävention entstehen. Tagesbetreuung auf dem Bauernhof für Menschen mit Demenz, eine Radroute entlang an Mühlen, regionale Co2-Neutralität bis zum Jahr 2030 bei der Energieerzeugung oder ein Beleuchtungskonzept für bedeutende Bauten – die Projekte sind so vielfältig wie die Kulturlandschaft Ahaus-Heek-Legden.

Viel mehr kann passieren. Frank Nießen, der in der Bezirksregierung Münster für die Bewilligung solcher Projekte zuständig ist, riet den Gästen: „Haben Sie keine Berührungsängste.“

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