Legden braucht mehr Flächen für Industrie und Gewerbe

Haushalt 2020

Wenn Legden weiter wachsen will, braucht es auch Arbeitsplätze. Deshalb will Bürgermeister Friedhelm Kleweken mehr Gewerbeflächen. Wichtig ist dabei der Regionalplan Münsterland.

Legden

, 27.01.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Legden braucht mehr Flächen für Industrie und Gewerbe

Am Legdener Bahnhof muss in Zukunft investiert werden. © Markus Gehring

Friedhelm Kleweken blickte in seiner Haushaltseinbringung in der Sitzung des Gemeinderates über 2020, also auch über seine eigene Amtszeit, hinaus.

Wichtiges Thema ist für ihn die Fortschreibung des Regionalplans Münsterland. Hier werden für die Zukunft Siedlungs- und Gewerbeflächen für die kommenden Jahre festgeschrieben. „Das wird uns fordern“, so Friedhelm Kleweken: „Wir müssen unseren Anspruch auf weiteres Wachstum deutlich machen.“

Bei den Siedlungsflächen, so der Bürgermeister, stehe Legden ganz gut da. Erst kurz vor Weihnachten wurden weitere Baugebiete in Legden und Asbeck auf den Weg gebracht.

Es fehlen Gewerbeflächen

Anders ist das bei den Gewerbeflächen. „Da ist es ganz kritisch.“ Die Weichen für den zweiten Bauabschnitt des Industriegebietes A 31 sind gestellt. „Dann ist erst mal Ende.“ Auch das Gewerbegebiet Heying Esch bietet keine Flächen mehr. Es müsse dafür gekämpft werden, dass Legden mehr Flächenkontingente bekommt.

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Es gibt weitere Aufgaben, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen. Das Rathaus ist energetisch nicht auf dem neuesten Stand und auch nicht durchgehend barrierefrei. Auch die Räume reichen inzwischen nicht mehr aus. Kleweken: „2020 werden wir in die Großplanung für Sanierung und Erweiterung einsteigen.“

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Mit dem Bau des Erweiterungstrakt an der Brigidenschule wird es ebenfalls nicht getan sein. Wenn 2025 jedes Kind ein Anrecht auf einen Platz in der Offenen Ganztagsbetreuung hat, werden die 80 Plätze bei Weitem nicht ausreichen. Eventuell werden bis zu 250 Plätze benötigt, so der Bürgermeister.

Investitionen rund um den Bahnhof

Der Ausbau des Bahnhofs sowie der Haltstelle dort werden wichtig werden. Hintergrund ist, dass die Verbindung Dortmund – Enschede ausgebaut werden soll. Angestrebt ist ein 30-Minuten-Takt. Außerdem soll die Fahrzeit reduziert werden. Um die Haltestelle zu halten, muss investiert werden. Parkplätze, „Park & Ride“, Fahrradparkplätze, Ausbau der Barrierefreiheit – zurzeit gibt es keinen barrierefreien Einstieg in die Züge: „Hier werden große Investitionen notwendig.“

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