Legden in der Coronakrise: Bürgermeister präsentiert Zahlen

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„Wir haben es gut bewältigt“: Friedhelm Kleweken zieht eine positive Bilanz zur Coronakrise, wie sie sich bis heute in Legden entwickelt hat. Im Gemeinderat nannte er Zahlen.

Legden

, 24.06.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war die erste Sitzung von Bauausschuss und Gemeinderat seit Beginn der Coronakrise. Die Bedingungen am Montagabend waren besondere: Zwei Sitzungen an einem Tag, zwei Eingänge ins Pfarrheim, wo die Tische mit Abstand aufgestellt und mit Namensschildern versehen waren. Die Besucher konnten über einen gesonderten Eingang auf die Bühne gehen, wo Stühle und Zettel zum Ausfüllen bereit lagen.

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Die Corona-Pandemie bestimmte auch die Tagesordnung. Bürgermeister Friedhelm Kleweken nannte die vergangenen Monate eine besondere Herausforderung. Bislang ist er zufrieden. „Wir haben es gut bewältigt“, sagt er. Dabei lobte er ausdrücklich die große Hilfsbereitschaft und Disziplin bei den Legdenern.

Testergebnisse für Schlachthof-Mitarbeiter werden Mittwoch erwartet

Er richtete seinen Blick aber auch auf das Geschehen bei Tönnies im Kreis Gütersloh, wo sich die Lage in kurzer Zeit dramatisch verschlechtert hat. In Legden waren am gleichen Tag zum zweiten Mal alle Mitarbeiter des Schlachthofs getestet worden. Er gehört zur Tönnies-Unternehmensgruppe. Ein Ergebnis wird für Mittwoch erwartet.

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Bürgermeister Friedhelm Kleweken stellte Legden in der Coronakrise in Zahlen dar:

  • Der Stab für außergewöhnliche Ereignisse tagte 69-mal. Er tritt zusammen, wenn ein Gefahrenabwehrplan umgesetzt werden muss, bislang beispielsweise bei schweren Überschwemmungen oder dem Schneechaos. Den Stab bilden Bürgermeister Friedhelm Kleweken und die drei Fachbereichsleiter Jürgen Göckemeyer, Hans Wittmund und Helmut Schiermann, der als Bauamtsleiter allerdings später nicht mehr eingebunden wurde. Erstmals trat der Stab am 6. März zusammen. Damals wurde durchgespielt, was passiert, wenn ganze Ortsteile abgesperrt werden müssen und entsprechende Szenarien hinterlegt.
  • Der Ältestenrat mit Kleweken und Vertretern der drei Fraktionen tagte fünfmal, um wichtige Entscheidungen zu treffen. Dazu gehören beispielsweise Vergaben oder die Aussetzung von Beiträgen für Kinderbetreuung in Kitas oder Schulen.
  • Achtmal trafen sich die Bürgermeister des Kreises, um sich abzustimmen.
  • Der erste Fall einer Infektion mit dem Coronavirus in Legden trat am 16. März auf, die bislang letzte Erkrankung am 20. Mai. Bislang gab es in Legden 19 Coronavirus-Fälle, der niedrigste Wert im gesamten Kreis Borken. In Quarantäne waren 50 Legdener.
  • Die Coronaschutzverordnung wurde bislang 28-mal geändert, zuletzt gab es am Samstag drei Änderungen. „Das ist heftig, wie oft sich das geändert hat“, so Kleweken in der Sitzung des Gemeinderats. Jede Änderung, von denen viele gerade zum Wochenende hin kamen, bedeutete wieder viel Arbeit im Rathaus.
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