Warum es in Legden erstmals keinen Weihnachtsmarkt geben wird

rnWeihnachtsmarkt Legden

Der Weihnachtsmarkt in Legden fällt in diesem Jahr aus. Die Wirtschaftsinitiative Wila organisiert den Markt nicht mehr. Andere Aktionen für die Vorweihnachtszeit aber sollen bleiben.

Legden

, 26.10.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Freitag, 6. Dezember. Nikolaustag. Traditionell wäre hier der Ortskern von Glühwein- und Bratwurstduft erfüllt, Legdener würden sich an den Ständen von vielen Vereinen und Hobbykünstlern treffen. Doch die Wirtschaftsinitiative Legden-Asbeck (Wila) organisiert den Weihnachtsmarkt in diesem Jahr nicht.

Das hat vor allem einen Grund: Es gibt keine Ehrenamtlichen mehr. „Da nach Annette Kroschner nun auch Frank Droppelmann und ich aus dem Arbeitskreis ausgeschieden sind, verbleiben zu wenig Leute, um den Markt zu organisieren“, informiert Stefan Fleige, Mitglied des Wila-Vorstands.

Zu großer Kraftakt für wenige Verantwortliche

Schon im vergangenen Jahr war es ein Kraftakt, den Markt auf die Beine zu stellen. Frank Droppelmann sagt: „Das ist eine Herausforderung. Bei mir geht es nicht mehr“. Zuständig allerdings bleibt er für die Stiefel-Aktion, die es weiter geben wird.

Stefan Fleige berichtet von vielen Bestrebungen, auch schon im vergangenen Jahr, weitere Beteiligte zu finden. Auch mit Heimatverein und Dahliengartenverein wurde gesprochen. „Beide Vereine möchten oder können nicht in die Organisation einsteigen“, so Fleige.

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Gerd Heuser, Vorsitzender des Heimatvereins Legden, sagt dazu auf Anfrage: „Der Heimatverein ist durchaus bereit, sich am Weihnachtsmarkt, auch an der Organisation zu beteiligen.“ Alleine aber könne man so einen Veranstaltung nicht stemmen.

Auch Bürgermeister Friedhelm Kleweken bedauert, dass es keinen Weihnachtsmarkt geben wird. Er sagt aber auch: „Der Weihnachtsmarkt wurde zur Belebung des innerörtlichen Einzelhandels eingeführt.“ Und der sei nicht mehr in dem Maße im Dorfkern präsent wie früher. Die Resonanz hat kontinuierlich abgenommen – auch das hat der Bürgermeister beobachtet. Die Gemeinde unterstützte die Wila immer zum Beispiel beim Aufbau der Holzhütten durch den Bauhof.

Stiefel-Aktion für Kindergartenkinder

Ganz ohne Weihnachtsstimmung müssen die Legdener allerdings nicht auskommen. Frank Droppelmann organisiert wieder die Stiefel-Aktion. Knapp 370 Kinder im Kindergartenalter können wie in den Vorjahren wieder ihre frisch geputzten Stiefel bei Sparkasse und Volksbank abgeben. Sie haben alle Einladungen bekommen. Die Stiefel werden dann gefüllt und in die Schaufenster der beteiligten Geschäfte in Legden und Asbeck gesetzt.

Ab Samstag, 7. Dezember, nach Ladenschluss können dann alle Kinder auf die Suche nach ihrem Stiefel gehen und ihn dann ab Montag abholen. „Im vergangenen Jahr konnte ich auf 44 Sponsoren setzen. Ich hoffe, sie sind alle wieder dabei“, sagt Frank Droppelmann.

Weihnachtslose in den Geschäften

Auch die Aktion der Weihnachtslose, an der sich der Einzelhandel beteiligt, soll fortgeführt werden. Sie werden in den beteiligten Geschäften für je 5 Euro Einkaufswert abgegeben. Der Hauptpreis ist ein Einkaufsgutschein in Höhe von 500 Euro.

Frido Kortmann denkt über eigenen kleinen Weihnachtsmarkt nach

Frido Kortmann wird wie gewohnt seine Nikolausparty am Freitag, 6. Dezember, ab 21 Uhr im „Alt Legden“ starten. Außerdem überlegt er zurzeit noch, rund um das Alt Legden und in seinem Hof einen kleinen Weihnachtsmarkt aufzubauen. Ob er es schafft, das alleine zu organisieren kann, weiß er noch nicht. Wenn, dann möchte er sogar die Stände von Freitag bis Sonntag stehen lassen.

Asbecker Lichtermarkt

Tradition hat auch der Asbecker Lichtermarkt. Am Dormitorium werden am Samstag, 21. Dezember, 15 bis 23 Uhr, Buden und das Aprés-Skizelt aufgebaut und im Glanze vieler Lichter stimmungsvoll gefeiert.

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