Legden und Asbeck seit 40 Jahren zusammen

Ortsteile

LEGDEN Eine Liebesheirat war es nicht, als Legden und Asbeck vor 40 Jahren vor den kommunalen Traualtar getreten sind, aber eine Ehe, die gut funktioniert, wie Bürgermeister Friedhelm Kleweken zufrieden feststellt. Sylvia Lüttich-Gür hat mit ihm über das Zusammenwachsen der beiden Ortsteile und ihre Arbeitsteilung gesprochen.

von Von Sylvia Lüttich-Gür

, 29.12.2009, 16:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ich weiß es persönlich nicht, denn ich bin selbst erst seit 30 Jahren in der Kommunalpolitik aktiv. Aber erhofft haben werden es die Kollegen damals natürlich schon, sonst hätten sie sich nicht für den frewilligen Zusammenschluss entschieden.

Zu einem Zusammenschluss wäre es ohnehin gekommen im Zuge der kommunalen Neugliederung. Legden und Asbeck haben da nur vorauseilend gehandelt, um das Heft des Handelns selbst in der Hand zu behalten – und um ihre Selbständigkeit zu erhalten.

So ist das nicht ganz richtig. Schließlich waren Legden und Asbeck bereits zum Amt Legden zusammengeschlossen, sie hatten eine Amtsverwaltung.

Die politische Selbständigkeit. Bis zum Zusammenschluss gab es sowohl einen Legdener als auch einen Asbecker Rat, danach ein gemeinsames Gremium und auch einen gemeinsamen Etat.

Unbegründete Befürchtungen, wie sich inzwischen gezeigt hat. Vor 30 Jahren mussten wir den Proporz noch einfordern, inzwischen haben sich die Ortsteilfraktionen innerhalb der politischen Fraktionen aber aufgelöst. Interessen bestimmen die Politik weit mehr als die Herkunft.

Wir haben eine gemeinsame Feuerwehr mit zwei Löschzügen …

Das aber auch nur aus pragmatischen Gründen, weil die Einsatzkräfte innerhalb einer bestimmten Zeit jeden Punkt im Gemeindegebiet erreichen müssen. Aber zurück zur Aufzählung: Wir haben seit diesem Jahr auch eine Grundschule mit zwei Standorten. Auch die Kirche ist den gleichen Weg gegangen: mit dem Zusammenschluss von Asbeck und Legden zu einer Gemeinde.

… und das ist auch gut so, denn das hat Vorteile.

Jeder Ortsteil will seine Identität wahren: Das ist eine große Triebkraft für die Bürger, die nicht nur Ansprüche gegenüber der Gemeinde formulieren, sondern sich aktiv einzubringen. Was das bewirken kann, zeigen der ungemein rührige Asbecker Heimatverein oder die dortige Feuewehr, die sich durch große Eigenleistung ihr Gerätehaus gebaut hat – eine Tatsache, die mir Bürgermeisterkollegen auf auswärtigen Terminen kaum glauben möchten.

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