Legden verpasst zweite Wettbewerbsrunde

Zukunftsstadt 2030+

Es hat dann doch nicht gereicht: Am Donnerstagmittag erhielt Bürgermeister Friedhelm Kleweken die Nachricht, dass Legden nicht unter den letzten 20 Kommunen sein wird, die den Titel "Zukunftsstadt 2030+" unter sich ausmachen werden. Doch er sieht dies als Ansporn, die Vision vom Zukunftsdorf Legden weiter voranzutreiben.

LEGDEN

, 14.07.2016, 17:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Legden verpasst zweite Wettbewerbsrunde

Bürgermeister Friedhelm Kleweken will weiter für die Vision vom Zukunftsdorf Legden werben.

Woran es letztlich gescheitert ist, weiß auch Friedhelm Kleweken nicht. "Ob es ausschlaggebend war, dass wir eine kleine Dorfgemeinde sind, weiß ich nicht", sagt er. "Es heißt ja auch Zukunftsstadt", fügt er nachdenklich hinzu. Der Bürgermeister hatte am Donnerstagmittag per E-Mail die Mitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erhalten, welche Kommunen in die zweite Phase des vom BMBF ausgerufenen Wettbewerbs gehen werden. "Legden ist nicht dabei", sagt er auf Anfrage der Münsterland Zeitung.

Allzu enttäuscht sei er nicht, meint Kleweken. Dass es nicht geklappt habe, sei schade, "aber es motiviert uns, weiterzumachen." Die Gemeinde profitiere in jedem Fall von der Teilnahme. "Wir haben schon in der ersten Phase eine Menge an Informationen mitgenommen", so der Bürgermeister. "Und das bleibt uns auch erhalten."

Erkenntnisse gewonnen

Kleweken nennt als einen Gewinn aus dem Wettbewerb etwa "die Erkenntnis, dass eine große Zufriedenheit vorherrscht". Und auch, wo noch nachgesteuert werden müsse, sei nun klarer zu fassen: eine bessere Zusammenarbeit zwischen Legden und Asbeck, das Kulturangebot zu erweitern und schließlich, den Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung zwischen Jung und Alt weiter zu stärken. "Das ist ja eigentlich das Thema, das wir seit Jahren verfolgen."

Die Bewerbung habe darauf abgezielt, genau diese Punkte detaillierter zu durchleuchten. Die wissenschaftliche Begleitung, einer der Grundpfeiler des Projekts, sei da wertvoll gewesen. Gerade diesen Teil fand er sehr spannend. "Allein hätten wir das gar nicht machen können."

Gedankengänge fortführen

Auf den wissenschaftlichen Input muss die Gemeinde nun verzichten. "Den können wir uns allein nicht leisten", sagte Kleweken. Die Gemeinde werde aber weiter an Wettbewerben teilnehmen und die einmal gefassten Gedankengänge fortführen. "Wir werden das mit den Ressourcen, die wir in unserem kleinen Rathaus haben, weiterverfolgen."

Der Wettbewerb "Zukunftsstadt 2030+" wurde im Wissenschaftsjahr 2015 vom BMBF ausgelobt. Ziel: eine nachhaltige und ganzheitliche Vision für die Kommune. Aus 168 Bewerbungen war Legden unter 51 zunächst ausgewählten. Aus den letzten 20 werden am Ende acht gekürt, die ab 2018 an die Umsetzung gehen.

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