Legdener Außenbereiche sind jetzt fit fürs schnelle Internet

rnBreitbandausbau

Lange wurde daran gearbeitet, jetzt ist es vollbracht: Auch in den Bauerschaften gibt‘s Zugang zum schnellen Netz. Viele Haushalte sind angeschlossen. Ein Förderprogramm hat es ermöglicht.

Legden

, 02.09.2020, 17:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Oktober 2018 waren die Bauarbeiten begonnen worden, jetzt sind sie abgeschlossen: Die Außenbereiche in Legden und Asbeck sind mit Glasfaserkabeln durchzogen, damit die Haushalte dort auch die Möglichkeit haben, auf ein schnelles und leistungsfähiges Internet zurückzugreifen. Zwei Hauptverteiler und viele Unterverteiler sind eingerichtet worden.

„Die Tiefbauarbeiten sind beendet“, teilte Bürgermeister Friedhelm Kleweken auf Anfrage der Redaktion mit. Im September 2019 war angekündigt worden, dass in einem Jahr das Projekt vollendet sein soll. Und dem steht ja nun nichts entgegen, die Leitungen liegen.

300 Haushalte im Außenbereich fit fürs schnelle Internet

Wie der Bürgermeister mitteilt, gibt es 300 Haushalte im Außenbereich, die Kunden der Anbieter geworden sind, die am Projekt beteiligt waren. 283 Haushalte seien schon aktiviert, haben also schon einen Vertrag.

Und für viele von ihnen müssten jetzt schon Downloads, die ewig dauern, oder ein ruckelnder Seitenaufbau Schnee von gestern sein. Vor einem Jahr waren schon 53 Haushalte ans schnelle Netz angeschlossen gewesen.

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380 Haushalte in den Bauerschaften rund um Legden und Asbeck hatte die Gemeinde für das Projekt ermittelt. „Nicht alle haben einen Anschluss gewollt“, bilanziert der Bürgermeister. Aber er sieht das gemeinsam mit den Nachbargemeinden Heek und Schöppingen vollzogene Projekt dennoch als vollen Erfolg, als vorbildlich an.

55 Kilometer Grabentrasse und 150 Kilometer Glasfaser-Rohre

Dass innerhalb von zwei Jahren alleine 55 Kilometer Grabentrasse und 150 Kilometer dünne Rohre für die Glasfasern in Legden verlegt wurden, ist einem Förderprogramm des Landes zu verdanken. Und das hat mit einem üppigen Zuschuss aufgewartet: 90 Prozent der Kosten hat NRW getragen.

Insgesamt hat der Breitbandausbau im Dahliendorf wie auch in Heek und Schöppingen zwei Millionen Euro gekostet. Weil das Land 90 Prozent zahlt, blieb für jede der drei Kommunen der Betrag von „nur“ 200.000 Euro, der selbst beigesteuert werden musste. Die Gemeinde Legden hat für das laufende Jahr noch 112.100 Euro in den Haushalt eingestellt.

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Das Land Nordrhein-Westfalen hat im Jahr 2016 das Förderprogramm für den Breitbandausbau aufgelegt. 878 Millionen Euro Fördermittel wurden seinerzeit bereitgestellt. Kritik gab es daran, dass das Beantragen der Fördermittel ein „komplexes Verfahren“ sei. Eine europaweite Auschreibung der Baumaßnahmen war unter anderem Vorgabe.

Den Leitungsbau hat am Ende in Heek, Legden und Schöppingen die Firma Grethen aus Legden übernommen. Die beiden Internetanbieter Epcan aus Vreden und Muenet aus Rosendahl sind für die Leitungen als solches verantwortlich.

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