Legdener sind zufrieden mit ihrer Lebensqualität

Zukunftskonferenz

Es ist eine überwältigende Zahl: 94,1 Prozent der Legdener sind zufrieden oder sehr zufrieden mit ihrer Lebensqualität. Es ist eines der Ergebnisse aus der Befragung von 500 zufällig ausgewählten Bürgern. Ein Legdener sagte es am Dienstagabend bei der Zukunftskonferenz so: "Ich fühle mich sauwohl hier."

LEGDEN

, 11.05.2016, 19:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
Legdener sind zufrieden mit ihrer Lebensqualität

Etliche Legdener kamen am Dienstag zur Zukunftskonferenz.

Mit dem Abend im Pfarrheim an der Vikar-Entrup-Straße endete die Phase 1 im Wettbewerb Zukunftsstadt 2030+, der in Legden natürlich Zukunftsdorf 2030+ heißt. Denn auch das machten alle Befragungen deutlich: Legden soll ein Dorf bleiben. Mit sehr starken Veränderungen in den kommenden 15 Jahren rechnet kaum einer.

Große Überraschungen konnten Sebastian Merkel und Michael Cirkel vom Institut Arbeit und Technik an der Westfälischen Hochschule nicht präsentieren. Die Legdener sind sehr zufrieden mit der medizinischen Versorgung, mit den Geschäften für den täglichen Bedarf und der Schulsituation. Ausgebaut werden soll vor allem das kulturelle Angebot - und das erstaunt dann doch etwas.

Luxusprobleme

51,4 Prozent der 174 Legdener, die auf die Befragung geantwortet haben, sehen das so. Für Cirkel ein Indiz dafür, dass die Gemeinde lediglich Luxusprobleme hat, die Grundbedürfnisse alle gestillt sind. 45,4 Prozent wünschen sich mehr Geschäfte für den gehobenen Bedarf und 39,7 Prozent möchten eine bessere Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.

Ein zentrales Thema ist für Cirkel das Verhältnis von Legden und Asbeck. Hier sind die Wahrnehmungen unterschiedlich. Vor allem aus Asbeck kommen Befürchtungen, in Zukunft zu einem Schlafdorf zu werden, in dem es keinen Bäcker, keinen Fleischer, keine Schule mehr gibt.

Arbeitsplätze schaffen

Wichtig ist den Legdenern auch, dass sich Gewerbe ansiedelt und Arbeitsplätze geschaffen werden. "Eine Gemeinde muss wirtschaftlich gut aufgestellt sein. Nur wenn man Geld hat, kann man gestalten", betonte Bruno König, der als Zuschauer die Zukunftskonferenz verfolgte.

Ein Erfolg war auch die Online-Befragung, so berichtete Jürgen Stüwe von der Agentur Inside Partners. 1500 mal wurde die Seite aufgerufen, mehr als 800 Vorschläge wurden gemacht, mehr als 60 Feedbacks gegeben: "Das ist überwältigend". Ob Forderung nach einer Baumschutzsatzung, ob der Wunsch nach einem Briefkasten oder einer längeren Grünphase an einer Ampel - hier haben Friedhelm Kleweken und seine Mitarbeiter reichlich Lesestoff.

Keine untergehenden Ideen

Der Bürgermeister kündigte an, dass sich auch der Gemeinderat damit beschäftigen wird. Er versprach: "Von den Ideen geht nichts unter."

Die Ergebnisse aus den Befragungen, den Interviews und der Online-Befragung werden im Internet veröffentlicht www.zukunftsdorf-legden.de

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