Legdener Unternehmen ziehen ihre Lehren aus Homeoffice während Corona

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Die Corona-Pandemie hat in mancherlei Hinsicht ein Umdenken ausgelöst. Einige Legdener Unternehmen haben Erfahrungen mit dem Thema Homeoffice gemacht und nehmen etwas für die Zukunft mit.

Legden

, 20.08.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Phänomen, das durch die Abstandsregeln in Corona-Zeiten verstärkt auf den Plan trat, ist die Arbeit im Homeoffice. Auch in Legden haben einige Unternehmen ihre Erfahrungen mit dem Thema gemacht und können etwas daraus mitnehmen.

„Wir haben das Homeoffice natürlich verstärkt genutzt“, berichtet Jan Langehaneberg, Geschäftsführer des Softwareentwicklers Acontus. An zwei, drei Tagen in der Woche würden sich die Mitarbeiter zu Hause aufhalten und über die verschiedenen gängigen digitalen Kanäle mit ihren Kollegen im Büro kommunizieren.

Homeoffice hat gut funktioniert

„Früher hatte ich den Standpunkt, dass man die Mitarbeiter möglichst ständig im Büro haben und ihnen auf die Finger gucken sollte“, berichtet Jan Langehaneberg. Diese Einstellung habe sich allerdings durch die jüngsten Erfahrungen gewandelt.

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Zwar sei es ihm nach wie vor wichtig, dass die Mitarbeiter vor Ort Präsenz zeigen, aber das Unternehmen werde auch nach Ende der Corona-Zeit „den einen oder anderen Homeoffice-Tag behalten, weil man gesehen hat, dass es gut funktioniert“, so der Geschäftsführer. Im Moment sei die Verteilung von Arbeit im Büro und im Homeoffice etwa gleich, in Zukunft plant Jan Langehaneberg, den Anteil im Homeoffice auf 30 Prozent zu reduzieren.

Homeoffice als langjähriges Konzept

Bei der Firma Weibel Abluft-Tuning war man schon vor der Pandemie in Sachen Homeoffice gut aufgestellt. „Seit elf Jahren arbeiten einige Mitarbeiter vor Ort, andere von zu Hause aus“, erläutert Inhaber Matthias Weibel. Der Anteil der Beschäftigten im Homeoffice liege generell bei etwa der Hälfte.

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Manche Vorgänge wie Kabelkonfektionierung könnten problemlos von zu Hause aus bearbeitet werden, während die Endmontage und die Kontrolle vor Ort stattfinden müssten. „Für uns hat sich durch Corona nichts verändert. Das ist eine bewährte Organisationsstruktur, die wir weiter fortführen werden“, gibt Matthias Weibel an. Ein Vorteil der bisherigen Regelung sei, dass Weibel Abluft-Tuning keine zusätzlichen Corona-Abstandsmaßnahmen ergreifen musste.

Weniger Kontakt durch Homeoffice

Beim Gartenbauunternehmen Drei P Service war nur eine Sekretärin, die ihre Kinder betreuen musste, zwischenzeitlich im Homeoffice beschäftigt. „Für uns als kleinen Betrieb ist es besser, wenn die Leute vor Ort sind. Durch das Homeoffice verliert man den Kontakt“, bilanziert Geschäftsführer Ansgar Schulze Ising.

Home Office bleibt auch nach Corona eine Alternative.

Home Office bleibt auch nach Corona eine Alternative. © picture alliance / dpa

Der Betrieb sei zwar für einen erneuten Lockdown gerüstet, dennoch sei es nicht immer so einfach, sich digital zu verständigen, sodass durchaus Probleme im Ablauf entstehen könnten.

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