Neun Corona-Infizierte gibt es derzeit in der Gemeinde Legden. © Klemens Richters
Klimaschutzmanager

Legdens Klimaschutzmanager kommt später als zuerst angekündigt

Geplant war ein Klimaschutzmanager für Legden ab Mai, doch die Stelle ist nicht ab Mai ausgeschrieben. Außerdem soll der künftige Manager erst noch ein Konzept entwickeln, in Heek gab es das schon.

Die Gemeinde Legden sucht einen Klimaschutzmanager. Die ausgeschriebene Vollzeitstelle ist auf zwei Jahre befristet und soll gegebenenfalls auch verlängert werden können, um ein Jahr. Gesucht wird zum 1. August 2021, dabei war in der Ratssitzung im Januar noch von Mai die Rede.

Ein umfangreicher Förderantrag für die Gemeinde Legden wurde von einer Agentur erstellt und zum 15. Dezember 2020 beim Projektträger in Berlin eingereicht. In der Ratssitzung im Januar wurde einstimmig für die Einstellung eines Klimaschutzmanagers gestimmt. Dieser sollte (Stand Januar) für zwei Jahre, 1. Mai 2021 bis 30. April 2023, im Rathaus sitzen. Auf der Homepage der Gemeinde Legden ist die Stelle ausgeschrieben. Dort steht die Stelle allerdings erst zu August ausgeschrieben und nicht wie geplant im Mai.

„Wollten erst die Bewilligung abwarten“

Legdens Bürgermeister Dieter Berkemeier antwortete auf die Frage, warum die Stelle jetzt doch erst für August ausgeschrieben ist, so: „Wir wollten erst die Bewilligung der Förderung abwarten, können allerdings doch parallel zum Förderantrag die Ausschreibung vornehmen.“

Außerdem müsse wegen Raumknappheit im Rathaus noch Platz für ein Büro für diesen weiteren Mitarbeiter oder Mitarbeiterin geschaffen werden. Das erfolge durch Umorganisation, andere Raumauf- und -zuteilungen sowie kleinere Umbauten im Rathaus.

Konzeptentwicklung gehört zu Aufgaben des Klimaschutzmanagers

Zu den Aufgaben des künftigen Klimaschutzmanagers soll es auch gehören, ein Klimaschutzkonzept zu entwickeln. Das ist eine Aufgabe, die andere Gemeinden bereits vor der Einstellung eines solchen Managers übernommen haben.

Zu eben diesen Gemeinden gehört auch Heek. Auf der Homepage der Gemeinde Heek (https://bit.ly/2S0nwBD) steht klar und deutlich, dass sie im Zeitraum von Juli 2018 bis zum 31. Oktober 2019 ein Integriertes kommunales Klimaschutzkonzept gemäß der Förderrichtlinien des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) erstellt hat.

Klimaschutzmanager soll von Beginn an im Stoff stehen

Laut Legdens Bürgermeister Dieter Berkemeier sehe das jetzige Förderprogramm vor, dass der Klimaschutzmanager auch das Klimaschutzkonzept erstellen muss und parallel ein Projekt umsetzen soll. Er kann zur Mithilfe hierzu auch externe Büros beauftragen.

„Die Erfahrung zeigt, dass derjenige, der von Beginn an im Stoff steht, aufstellt, konzipiert usw., auch in der Umsetzung eher dahintersteht und bereits vorhandene Synergien nutzen kann, als wenn er ein fremd entwickeltes Konzept umsetzen soll“, so Dieter Berkemeier in einer Antwort auf die Presseanfrage der Redaktion.

Aufgabenfeld und Anforderungen breit gefächert

Das Aufgabenfeld für die Stelle ist breit gefächert. Es fängt an bei der Erstellung des Klimaschutzkonzeptes inklusive einer Ist-Analyse, geht über die Erstellung eines Katalogs mit Klimaschutz-Maßnahmen und den Umsetzungsplan bis hin zur Berichterstattung in politischen Gremien, um nur wenige Aufgaben zu nennen.

Ebenso breit gefächert sind die Anforderungen an potenzielle Bewerber: abgeschlossenes Studium vorzugsweise aus den Studiengängen bzw. Fachrichtungen Energietechnik, Versorgungstechnik, Elektrotechnik, Maschinenbau, Umweltwissenschaften, Bauwesen. Außerdem werden praktische Erfahrungen im Bereich Klimaschutz und Klimaanpassung und Kenntnisse im Bereich Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung sowie den einschlägigen Regelwerken (z.B. VOB) erwartet. Weitere Informationen lesen Sie in der Stellenausschreibung der Gemeinde Legden (https://bit.ly/3gFEv6D).

Bei Bedarf kann der Vertrag um ein Jahr verlängert werden. Die Förderquote liegt zwischen 65 und 90 Prozent. In 2021 sind für die Einstellung eines Klimaschutzmanagers 75.000 Euro im Haushalt eingeplant.

Über die Autorin
Redakteurin
Laura Schulz-Gahmen, aus Werne, ist Redakteurin bei Lensing Media. Vorher hat sie in Soest Agrarwirtschaft studiert, sich aber aufgrund ihrer Freude am Schreiben für eine Laufbahn im Journalismus entschieden. Ihr Lieblingsthema ist und bleibt natürlich: Landwirtschaft.
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Laura Schulz-Gahmen