Leichter Sommergenuss ‚up Platt‘

Heimatverein feiert

Das erste Mal ist es etwas Neues, das zweite Mal Gewohnheit und das dritte Mal schon Tradition, sagt ein Sprichwort. Das Sommerfest des Legdener Heimatvereins hat am Samstag so eine Tradition begründet.

LEGDEN

, 07.08.2016, 16:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Heimatvereinsvorsitzender Gerd Heuser (5.v.l.) feierte mit den Festgästen.

Heimatvereinsvorsitzender Gerd Heuser (5.v.l.) feierte mit den Festgästen.

„Den Kaffee machen wir vom Chor des Heimatvereins heute zum dritten Mal. Vorher war sonst immer zuerst die plattdeutsche Messe“, verriet die Chorvorsitzende Ursula Zevenbergen. Sie und ihre Kolleginnen hatten weit mehr als ein Dutzend Kuchen und Torten vorbereitet, die beim Sommerfest reißenden Absatz fanden.

Auch der Heimatvereinsvorsitzende Gerd Heuser freute sich über das Engagement der Frauen. „Das ist das Schöne an unserem Verein: Man muss immer für alles offen bleiben und es gibt keine Cliquen“, so Heuser. Von den rund 380 Mitgliedern des Legdener Heimatvereins sind etwa 140 aktiv tätig. Das ganze Jahr über gebe es stets Gelegenheit zu helfen, erklärte der Vorsitzende.

Auch Kreisheimatpfleger Alfred Janning, der sein Amt als Vorsitzender des Legdener Heimatvereins nach 33 Jahren an seinen Nachfolger abgegeben hatte, war beim Sommerfest zugegen. „Unser Fest ist für alle offen. Wir freuen uns über jeden, der zu uns kommt“, lud Ursula Zevenbergen alle Interessierten schon zum kommenden Sommerfest ein.

Backen und singen

Die Chorfrauen hinter der Kuchentheke hatten gut zu tun und waren über die kühlere Witterung am Samstag sogar ganz froh. „Letztes Jahr haben uns die Wespen nur so umschwirrt. Und dieses Jahr gibt es hier keine einzige“, freute sich Ursula Zevenbergen.

Dass die Legdenerinnen nicht nur gut backen, sondern auch gut singen können, wollen sie in absehbarer Zeit wieder beweisen. Der Chor, der zurzeit noch ohne Leitung ist, könnte schon bald wieder auf der Bühne stehen. Noch hielt sich die Chorvorsitzende diesbezüglich bedeckt, verriet aber, dass das Ensemble sich konkret nach einem neuen Leiter umschaue.

Zur plattdeutschen Messe nach der Kaffeerunde fanden sich mehr als 200 Besucher auf dem Grillplatz ein. Pastor Stephan Wolf aus Schöppingen leitete die Messe. Da er selbst nicht der Mundart mächtig ist, sprang für die Predigt kurzerhand Diakon Josef Honermann ein.

Auch die plattdeutsche Kindergruppe und Angela Hemker wirkten bei dem urigen Gottesdienst unter freiem Himmel mit. Hemker hatte kurzerhand den Text der Lesung ins ‚Leddener Platt‘ übersetzt und mit den Kindern im Vorfeld mundartliche Fürbitten eingeübt. In gemütlicher Runde um den großen Grill hielten es die Besucher bis spät in die Nacht auf dem Grillplatz aus.

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