Lob und Skepsis

Legden Gerade erst haben sie vernehmen müssen, dass das Schulministerium das Vertikalmodell für die Verbundschule verworfen hat (Realschulzweig in Osterwick und Hauptschulzweig in Legden), da sollen sie sich schon für das Horizontalmodell (alle fünften und sechsten Klassen in Legden, der Rest in Osterwick) erwärmen. Der CDU-Mehrheitsfraktion geht das zu schnell.

30.10.2008, 20:06 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>In neuem Licht erstrahlt die Marienschule. Aus der Zukunft als Standort des Hauptschulzweigs der Verbundschule wird nichts. Wahrscheinlicher ist es, dass sie die Erprobungsstufen des Haupt- und des Realschulzweiges beheimaten wird.  Lüttich-Gür</p>

<p>In neuem Licht erstrahlt die Marienschule. Aus der Zukunft als Standort des Hauptschulzweigs der Verbundschule wird nichts. Wahrscheinlicher ist es, dass sie die Erprobungsstufen des Haupt- und des Realschulzweiges beheimaten wird. Lüttich-Gür</p>

Im Schulausschuss am Mittwochabend wollten die Christdemokraten noch keine Entscheidung treffen - trotz der unverholenen Begeisterung der Schulentwicklungsplaner, des Legdener Hauptschulleiters, des Schulamtsleiters und der beiden Oppositionsparteien für das neue Modell. "Erst haben wir monatelang über den ersten Entwurf gesprochen, dann können wir das jetzt nicht so oberflächlich abhandeln", so Andreas Mathmann (CDU).

Sein Unbehagen teilen die Fraktionskollegen: "Uns ist das einfach zu wenig Schule", so Annette Kroschner. Nur die fünften und sechsten Klassen in Legden zu unterrichten, bedeute, "dass wir hier auch keine Schulentlassung mehr haben". Und dass die Schüler der heimischen Wirtschaft entfremdet würden, wie Aga Wyinck ergänzte. "Dabei sind die guten Kontakte zu den Betrieben doch gerade so wichtig." Der Einwurf der SPD, die Kinder würden ab Klasse sieben ja nur in Osterwick zu Schule gehen, "die ziehen ja nicht gleich dorthin", mochte sie nicht gelten lassen. Die Frist bis zur Entscheidung am Montag in der Ratssitzung will die CDU nicht nur für Beratung in den eigenen Reihen nutzen. Bürgermeister Friedhelm Kleweken solle bis dahin mit seinem Kollegen aus Rosendahl nachdenken, ob nicht noch ein ganz anderes Modell zum Tragen kommen könne: "Den Realschulzweig nach Legden legen", so Schulausschussvorsitzende Martina Schrage. Die Befürchtung, dass sich dort Darfelder Schüler anmelden könnten, sei unbegründet - anders als im umgekehrten Fall, den das Ministerium auf Grund der Billerbecker Proteste verworfen hat. sy-

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