Martina Fier bemalt Steine und wildert sie in Legden und Asbeck aus

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Ritter Bruno, ein Maiglöckchen oder die Silhouette von Legden: Die tollsten Motive haben Steine, die durch Legden wandern. Martina Fier hat eine Steingruppe gegründet. Immer mehr machen mit.

Legden

, 19.03.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Finden, freuen, posten, wieder auswildern: So steht es auf vielen bemalten Steinen, die man beim Gang durch den Dahliengarten oder am Dormitorium, beim Supermarkt, an der Kirche oder beim Bäcker findet. Martina Fier malt solche kleinen Steinkunstwerke. Inzwischen sind es aber noch viel mehr Legdener, die zu Pinsel, Farbe und Lack greifen.

In der Facebook-Gruppe „Legden-Asbeck Steine (L.- A. Steine)“ posten die Finder, was sie entdeckt haben oder aber die kreativen Mitglieder geben kleine Tipps.

Manchmal ist es nur ein Foto, oft kommt auch ein Kommentar.

Eine Finderin schreibt zum Beispiel: „Letzte Tage haben wir diesen süßen kleinen Glücksbärchi gefunden. Ich hab mich so gefreut, denn momentan ist das Glück wirklich oft an unserer Seite. Da ich mein Glück wirklich gern teile, hab ich ihn bei einem ganz besonderen Menschen in den Blumenkasten versteckt in der Hoffnung etwas Glück zu teilen.“


„Das ist wie eine Sucht“

Die Idee einer Steingruppe ist nicht neu. Martina Fier stieß darauf, als ihr vierjähriger Sohn Björn zum ersten Mal ins Kino nach Ahaus fuhr. „Er fand dort einen Stein und brachte ihn ganz stolz nach Hause“, erzählt die Asbeckerin. Sie informierte sich im Internet und war begeistert: „Ich finde die Idee super und es macht Spaß. Das ist wie eine Sucht.“

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Auch über die richtige Methode informiert Martina Fier in der Facebook-Gruppe. „Wichtig ist, dass die Steine gut lackiert werden, dreimal, damit nichts in die Umwelt gelangt.“ Und nein, Applikationen wie Wackelaugen haben auf keinen Fall etwas auf den Steinen zu suchen. Jetzt gibt es auch noch ein paar Tipps zum Umgang mit den Steinen wegen der Coronavirus-Epidemie.

Ein Stein landete sogar in Essen

Wenn Martina Fier unterwegs ist, hat sie meistens ein paar Steine dabei. Im Netz verfolgt sie, wo die Steine so überall im Laufe der Zeit landen. Ritter Bruno zum Beispiel hat es bis Essen geschafft. Umgekehrt finden sich in Legden auch immer wieder Steine der Gruppe Berkelstone aus Stadtlohn.

Oft werden die Steine wieder ausgewildert. Doch immer wieder finden sich Kommentare wie „Ein oder zwei werden bei mir einziehen.“ Martina Fier erzählt: „Von meinen Steinen sind nicht viele wieder aufgetaucht.“ Sie lacht. „Man hat mir gesagt, ich male zu schön.“

87 Mitglieder zählt inzwischen die Gruppe, die Martina Fier im Februar gegründet hat. „Gerade in der letzten Woche ist die Gruppe stark gewachsen“, erzählt die Asbeckerin. In Zeiten, wo Kinder zu Hause bleiben müssen, ist das Steinebemalen eine gute Beschäftigung. Auch Björn und sein zweieinhalbjähriger Bruder Thorben bemalen jetzt Steine. Bald sind sie zu finden - irgendwo in Legden oder Asbeck.

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