Busshook soll umgestaltet werden: Ein Plan sieht massive Eingriffe vor

rnBauausschuss Legden

Die Platzfläche am Busshook in Höhe Hahnenhook und Haus Weßling soll umgestaltet werden. Im Bauausschuss wurden erste Pläne vorgestellt. Auf jeden Fall werden Bäume fallen.

Legden

, 29.11.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Drei Vorschläge für den Busshook hatte Stephan Blankenagel dem Bau- und Planungsausschuss mitgebracht. „Von wenig gestalterisch bis zum massiven Eingriff“, so der Geschäftsführer des Ingenieur-Büros Kettler & Blankenagel aus Münster.

Die Straße soll im Bereich von Haus Weßling umgestaltet werden. Auch die Stufenanlage mit den Stellplätzen an der Kirchstraße vor der Kirche soll einbezogen werden. Ziele sind unter anderem, den Platz vor Haus Weßling besser nutzen zu können und breitere Gehwege zu bekommen. Vor allem der Gehweg am Busshook hinter den Parkplätzen und der Baumreihe ist wenig attraktiv.

Bäume sollen gefällt werden

In jeder der drei Varianten werden Bäume fallen. „Die Bäume in der Reihe stehen sehr eng. Das ist ein unschönes Bild“, so Stephan Blankenagel am Dienstag bei der Sitzung im Haus Weßling. Er schlägt vor, drei Bäume herauszunehmen. Auch an den Parkplätzen vor der Kirche könnten die Bäume weggenommen werden. Neue Bäume sollten dann mit Baumscheiben wie in der Hauptstraße ausgestattet werden. Man könnte also über sie hinweg fahren oder laufen.

Busshook soll umgestaltet werden: Ein Plan sieht massive Eingriffe vor

Der Busshook soll in diesem Bereich umgestaltet werden. © Ronny von Wangenheim

Zwei der vorgestellten Varianten bleiben bei der bisherigen Gliederung. In beiden Fällen wird der Gehweg verbreitert, dafür wird etwas von der Parkplatzreihe weggenommen. Der Baum vor dem Haus Busshook 3 an der Einmündung Hahnenhook könnte mit einer Sitzbank ausgestattet werden.

Der größte Unterschied bei diesen Varianten ist die Anordnung der Parkplätze. Eine Variante sieht schräge Parkplätze vor, was allerdings ein anderes Fahrverhalten über Hahnenhook und Busshook bedeuten würde.

Parkplätze auf die andere Straßenseite

Die dritte Variante bringt eine Neuordnung. Die Parkplätze würden dann auf die andere Straßenseite vor den Friseur gelegt. „Das hat den charmanten Vorteil, dass der Bereich vor dem Haus Weßling einen zusätzlichen Platzcharakter bekommt“, so Blankenagel. Hier könnten dann noch ein Baum und eine Sitzgruppe aufgestellt werden – passend also auch für die vielen Hochzeitspaare, die im Haus Weßling heiraten.

Allerdings würde wegen der Einfahrt am Haus Weßling ein Parkplatz wegfallen. Zum Ausgleich könnte vor der Kirche ein zusätzlicher Platz entstehen, wenn dort die, so Blankenagel, „mickrigen Bäume“ weggenommen und zwei Baumscheiben jeweils nach außen gestellt werden. Die zweistufige Treppenanlage könnte durch eine Blockstufe ersetzt werden. Noch ein Vorteil hat die Lösung: Die Straße ist für Autofahrer auf der Kirchstraße besser einsehbar.

Katzenkopfpflaster steht unter Denkmalschutz

Der Straßenbelag wird in allen Fällen erneuert, wobei das vorhandene Material verwendet werden soll. Bei zwei Varianten müsste ein Teil des historischen Katzenkopfpflasters im Hahnenhook entfernt werden, um dem Busshook eine besseren Verlauf zu geben. Das Problem: Die Straße mit ihrem Belag aus Natursteinen steht unter Denkmalschutz.

Das muss noch abgeklärt werden, so Bürgermeister Friedhelm Kleweken. Auch die Mülltonnen-Situation soll noch einmal mit den Anliegern besprochen werden. Die Tonnen stehen auf der Straße und bieten kein schönes Bild.

Die dritte Variante ist die teuerste: 160- bis 170.000 Euro, so die ersten Schätzungen, allerdings ohne einen neuen Unterbau. Die beiden anderen Varianten werden rund 120.000 Euro kosten. Die Fraktionen werden jetzt die Pläne intern diskutieren, dann werden sie erneut im Ausschuss beraten. Ausschussvorsitzender Josef Scharlau legte sich schon mal auf Variante 3 fest: „So sieht die Straße viel besser aus.“

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