Mehr Geld im Haushalt für reparaturbedürftige Wege

Ratsbeschluss

Viele Wirtschaftswege sind reparaturbedürftig. Risse ziehen sich durch den Asphalt, die Fahrbahnen sind teilweise abgesackt, die Ränder beschädigt. Es muss mehr getan werden: Da sind sich alle Fraktionen im Legdener Gemeinderat einig.

LEGDEN

, 07.03.2016 / Lesedauer: 3 min

Am Montagabend hat der Gemeinderat im Haus Weßling abschließend den Haushaltsplan 2016 diskutiert und beschlossen. Damit wurde die Empfehlung des Bauausschusses bestätigt. Bereits in dessen Sitzung hatten die Politiker einstimmig beschlossen, mehr Geld für die Sanierung von Wirtschaftswegen auszugeben.

Der Hintergrund: Die 120000 Euro, die für 2015 im Haushalt standen, wurden nicht vollständig eingesetzt. Mit den 120000 Euro, die jetzt im Haushalt stehen, sollen die Maßnahmen aus dem vergangenen Jahr nachgeholt werden. Für 2017 soll es dann eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 240000 Euro geben.

Gefährdete Radfahrer

Besonders im Außenbereich, so die Begründung des Antrags von SPD und UWG, seien die Wirtschaftswege die einzig mögliche Verkehrsanbindung, die vor allem auch von Schulkindern genutzt wird. Radfahrer und Fußgänger seien besonders gefährdet.

Welche alternativen Methoden es gibt, um Straßen und Wege zu sanieren, darüber hatte das Ingenieurbüro Kettler und Blankenagel aus Münster im Bauausschuss informiert. Dabei zeigt es sich, dass früher Wirtschaftswege gebaut wurden, die heute viel mehr beansprucht werden als damals vorhersehbar.

Unterbau entscheidend

"Eine Spurbreite von 3,50 Meter hat es vor 20, 30 Jahren noch nicht gegeben", so Stephan Blankenagel. Er stellte verschiedene Sanierungsmöglichkeiten vor - von der einfachen und preiswerten, aber nicht sehr dauerhaften Oberflächenbehandlung über eine Stabilisierung mit Geogittern bis hin zu einem teuren Vollausbau. Entscheidend ist dabei auch, wie gut der Unterbau ist.

Ergänzend präsentierte Andreas Elsing eindrucksvoll, was seine Firma, die in Gescher beheimatete Huesker Gruppe, im Straßen- und Verkehrswegebau leistet. Beste Erfahrungen wurden mit Asphaltbewehrungen gemacht. Das bedeutet, dass Bewehrungsgitter eingebaut werden, die die Spannung aufnehmen und verteilen. "Dadurch verzögert sich die Reflexionsrissbildung entscheidend", so Elsing.

Kostenfrage unklar

Viel Denkstoff gab es somit für die Politiker. Wobei eine Frage ihnen noch Kopfzerbrechen bereiten dürfte. Während Blankenagel von Kosten von 26 bis 30 Euro pro Quadratmeter sprach, geht Elsing von rund 55 Euro aus. Eins gab er dem Ausschuss abschließend auf den Weg: "Ein Euro investiert in die Straßenerhaltung erspart 15 Euro für eine Erneuerung."

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