Messdiener lernen die Kirche kennen

Küster führt durch St. Brigida

"Ihr wisst ja schon einiges, aber einiges auch nicht." Mit diesem Satz begann Küster Martin Feldhaus seinen Rundgang mit den Messdienern durch die katholische Pfarrkirche St. Brigida in Legden in der ehemaligen Taufkapelle unter dem Nordturm.

LEGDEN

, 23.07.2017, 17:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
Küster Martin Feldhaus konnte den Messdienern viel über die Legdener Kirche berichten.

Küster Martin Feldhaus konnte den Messdienern viel über die Legdener Kirche berichten.

"Wer kennt das Fenster?", fragte er die Kinder. "Die Taufe Jesu durch Johannes den Täufer", lautete eine der richtigen Antworten der Kinder. "Und wer weiß, was die Taube über dem Kopf von Jesus bedeutet?", fragte Diakon Josef Honermann. "Das ist die Friedenstaube", antwortete ein Mädchen. "Die Taube ist der Heilige Geist", klärte Feldhaus auf.

Danach führte Feldhaus die Gruppe auf die Nordseite der Kirche vor den ehemaligen Haupteingang mit dem Relief der Namenspatronin der Kirche und weiter zum Chor. "Vor 800 Jahren, als der Chor gebaut wurde, hatten die Menschen noch keine Bagger oder Kräne wie wir heute", erklärte Feldhaus den Kindern etwas über den Bau des Gotteshauses.

Ehemaliger Begräbnisplatz

Der Rasen um die Kirche als ehemaliger Begräbnisplatz für rund 2500 Menschen und profane Dinge wie die Sonnenuhr neben dem Südportal fanden bei dem Rundgang ebenfalls Beachtung. "Bis vor 100 Jahren hatte nicht jeder eine Armbanduhr oder gar ein Handy, um die Zeit abzulesen. Dann ging man hierhin und wusste, wie spät es ist", erklärt Feldhaus, warum eine Sonnenuhr an der Kirche steht.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Kirchenrundgang der Messdiener

Bei einer Kirchenführung erfuhren die Messdiener viele interessante dinge über die Legdener Kirche.
23.07.2017
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© Foto: Elvira Meisel-Kemper
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Figuren erklärtAn der 1905 errichteten Turmfront erzählte Märtin Feldhaus den Messdienern etwas über die Figuren in der unteren Reihe des Reliefs über dem Turmportal. Das seien Zeitzeugen der damaligen Bauzeit, berichtete der Küster. Wieder in der Kirche, stellte Feldhaus den nördlichen Seitenaltar als Stiftung der Familie von Oer vor. Dort ließen die Stifter Messen lesen mit dem eigenen Pfarrer und den eigenen Messdienern, parallel zur Messe für die Gemeinde.

Hochaltar geweiht

Feldhaus hat als Kind miterlebt, wie Bischof Heinrich Tenhumberg 1976 den Hochaltar mit fünf Weihekreuzen geweiht hat, die an die fünf Wundmale Christi erinnern.

In der Sakristei öffnete Feldhaus die Schränke, die sein Ururgroßvater 1878 gebaut hat. Das Messgewand mit der Darstellung der Heiligen Brigida haben 1895 die Herren von Egelborg gestiftet. Der kleine Kelch gehörte zum Reisegepäck des verstorbenen Pfarrers Ulrich Hoinka. Diese Schätze der Kirchengemeinde werden in einem Tresor aufbewahrt, den Martin Feldhaus für die Kinder öffnete.

Hoch oben im SüdturmVom Keller mit der Heizungsanlage ging es dann hoch hinaus in den Südturm. Von dem konnten die Messdiener einen Blick bis weit in die Legdener Umgebung werfen.

Mit diesem Panorama endete die Kirchenführung. "Im Keller war ich noch nie. Ich wusste auch nicht, dass die Kirche schon so alt ist", meinte am Ende Messdienerin Maresa Pöpping (11).

Diakon Josef Honermann kündigte den Messdienern zum Schluss auch so einen Rundgang in Asbeck an. Damit verbindet er die Hoffnungen auf eine Neubelebung der Jugendarbeit in den beiden Ortsteilen. Hierbei setzt er auch auf den neuen Pastoralreferenten Daniel Tenbrink, der am 1. September seine Arbeit aufnehmen wird.

 

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