Mit Burgern auf die Straße

Premiere für Foodtruck am Melroseweg

Die Fleischscheiben brutzeln, Brötchen, Salat und Zwiebeln liegen bereit. „Roadstar Burgers“ erlebt seine Premiere – und das unter Nachbarn.

06.10.2017, 18:34 Uhr / Lesedauer: 2 min

Über Wochen haben die Menschen am Melroseweg erlebt, wie der Bulli sich verwandelte, wie er er ein schickes, schwarzes Aussehen und ein Logo bekam, wie im Inneren Lena und Aisa Ramadan erst alles entkernten und dann einen großen Grill, Kühlschrank, Fritteuse und eine Theke einbauten. „Wir haben uns schon darauf gefreut“, erzählt Lena Kuhl, die schräg gegenüber wohnt. Und beißt gleich darauf herzhaft in den Burger.

Viele Komplimente

Für die Premiere hat das Ehepaar Ramadan Verwandte, Freunde und die ganze Nachbarschaft An’t Görtfeld eingeladen. Die kamen am Freitag, probierten und sparten nicht mit Lob. Für die Kinder hatte Aisa Ramadan eigens mundgerechte Miniburger vorbereitet. „Sehr lecker“, „frisch und knackig“, – die beiden Legdener freuen sich über viele Komplimente. „Ganz was anderes, das fängt schon bei den Brötchen an“, sagt Michael Rensing.

Lena Ramadan erzählt, dass ein Bäcker aus der Gegend ihre Hamburgerbrötchen backt und auch das Fleisch, Halal übrigens, komme aus der Region. Viel Arbeit, auch das berichtet sie, haben sie in den Wagen gesteckt. Was war am schwierigsten? „Der Name“, antwortet die 30-Jährige prompt. Lange haben sie überlegt. Irgendwann sagte ihr Mann: „Roadstar, fertig, das rollt.“

Abläufe getestet

Für das Ehepaar, das bereits eine Pizzeria in Holtwick betreibt, ist die Bewirtung der Nachbarn eine gute Gelegenheit, die Abläufe zu testen. Drei Männer stehen im Wagen, grillen, bauen die Burger zusammen, schneiden Zwiebeln oder Salat. Aisa Ramadan ist zufrieden. Ernst wird es dann an diesem Samstag, wenn der Foodtruck von 12 bis 16 Uhr erstmals als Ergänzung des Mini-Wochenmarkts auf dem Dorfplatz in Legden steht. Hier wollen sie sich bekannt machen, genauso auch bei Facebook. Bei den Nachbarn aus dem Melroseweg kommt der Plan auf jeden Fall gut an. „Foodtrucks sind ja im Kommen“, sagt Michael Rensing. Miriam Gausling kennt das Konzept vor allem aus dem Fernsehen. Andere erzählen vom Foodtruck-Festival in Vreden, wo aber die Trucks aus Holland kamen. „Das ist eine Marktlücke“, ist Tobias Kuhl überzeugt.

Festivals anfahren

Lena und Aisa Ramadan wollen es langsam angehen lassen. Erste Anfragen für Silvester und eine Geburtstagsfeier gibt es schon. Im kommenden Jahr wollen sie zunehmend Festivals und andere Events ansteuern. Doch das hat Zeit. Erst einmal stehen sie hier zusammen mit den Nachbarn. „Wer will noch einen?“, fragt der 31-Jährige aus dem Foodtruck heraus. Und legt noch ein paar Fleischscheiben auf.

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