Ministerin Ina Scharrenbach überreichte den Heimatpreis 2021 an Bernhard Laukötter vom Heimatverein Asbeck. © Elvira Meisel-Kemper
Heimatpreis 2021

Mit Video: Heimatpreis für Skulptourenroute geht an den Asbecker Heimatverein

Mit dem Heimatpreis 2021 ist der Heimatverein Asbeck für die Arbeit an der Route Skulptoura belohnt worden. Ministerin Ina Scharrenbach überreichte den mit 8000 Euro dotierten Preis.

Das Warten auf die leicht verspätet eintreffende NRW-Ministerin Ina Scharrenbach aus Düsseldorf, zuständig für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, hat sich für Bernhard Laukötter und die Mitglieder des Heimatvereines Asbeck gelohnt.

Im Dormitorium überreichte die Ministerin dem Vorsitzenden des Heimatvereins den Heimat-Preis 2021 für das Projekt „Die Skulptoura – Skulpturen-Route-Asbeck“. Unter den Augen und begleitet von den Grußworten von Dieter Berkemeier, Bürgermeister von Legden, und Landrat Dr. Kai Zwicker freuten sich alle Beteiligten, die zu dem Festakt gekommen waren, auf den Moment der Übergabe.

Künstler und Förderer im Publikum

Künstler, die Skulpturen für den insgesamt 3,5 Kilometer langen Rundgang geschaffen hatten, waren anwesend. Mitglieder und Förderer des Heimatvereins saßen ebenso im Publikum. Für alle war es eine hochoffizielle Belohnung für ihre Bemühungen, in Asbeck etwas Einzigartiges zu schaffen.

Im Zuge der Neugestaltung des Dorfteichs seit 2018 wurde dieser Rundweg angelegt, der am Dorfteich beginnt und endet. Er führt an kulturellen Orten vorbei wie der Stiftsmühle, technischen Denkmälern, mehreren ehemaligen Kreuzwegstationen und historischen Bildstöcken. Auch das Naturdenkmal der „dicken Linde“ ist in den Rundweg integriert.

Kunstwerke wechseln

Manchmal wechseln auch die modernen Kunstwerke. Die Natur wird ebenso einbezogen, entlang der historischen Wallanlage am Haus Asbeck bis hin zu Obstbaumwiesen und Blühstreifen.

Genau diese Einmaligkeit hinterließ auch bei den Grußworten ihre Spuren. Am Anfang äußerte Laukötter seine Freude über den Besuch der Ministerin aus Düsseldorf. Er stellte den Heimatverein mit all seinen Aktivitäten im Dorf vor. Dabei wurde deutlich, dass sich der Verein um alle rund 1250 Einwohner des historischen Stiftsdorfes kümmert.

Chancen geben und integrieren

So manches hob Laukötter besonders hervor: „Heimat bedeutet, Chancen zu geben. Die Menschen, die nach 2015 zu uns gekommen sind, integrieren wir. Einer der jungen Menschen, die damals zu uns kamen, ist sogar Mitglied im Vorstand des Heimatvereins“, so Laukötter.

Auch für das Preisgeld von 8000 Euro, mit dem der Heimatpreis dotiert ist, wusste er bereits eine sehr gute Verwendung: „1000 Euro haben wir davon gespendet für den Wiederaufbau der Burg Schweinheim in Euskirchen, die von der Hochwasserkatastrophe betroffen war.“

Rühriger Heimatverein

Berkemeier und Zwicker werteten den Begriff „Heimat“ auf, der lange Zeit als angestaubt galt, und bezogen dies auf die Arbeit des Heimatvereins Asbeck. „Der Preis ist ein Ansporn für andere, mitzumachen. Der Verein ist wirklich sehr rührig“, so Berkemeier.

Zwicker freute sich, dass der Preis zum zweiten Mal an einen Verein im Kreis Borken ging: „Im letzten Jahr ging der Preis nach Suderwick, jetzt nach Asbeck. 45 Anträge aus dem Kreis Borken gingen als Bewerbungen bei uns ein, deutlich mehr als 2019 bei der Premiere. Es ist unglaublich, was Sie hier in Asbeck leisten.“

220 Bewerbungen

Auch Scharrenbach nannte eine Zahl: „Landesweit haben sich 220 Vereine beworben. Es funktioniert nicht ohne die Menschen dahinter. Gerade in der Coronazeit haben die Menschen gemerkt, was Heimat bedeutet.“ Besonders angetan zeigte sie sich von der begeisterten Vorstellung der Aktivitäten des Heimatvereins durch Laukötter. Ebenso lobte sie die Spende eines Teils des Preisgeldes an die Burg Schweinheim.

„Das zeigt auch, dass das Land NRW zusammenhält. Wir sind stolz darauf, solche Bürger zu haben“, so Scharrenbach. Danach nahm Laukötter die Ministerin mit auf einen Rundgang durch die Stiftskammer.

Über die Autorin
Freie Journalistin
Elvira Meisel-Kemper ist freie Kunsthistorikerin und Journalistin. Sie hat Erfahrung als Autorin, Kunstvermittlerin, Projektbegleiterin und in der Fotografie. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeiten liegt in der Kunstszene des Münsterlandes.
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Elvira Meisel-Kemper