Mühlenteich in Asbeck bleibt

Bauausschuss einstimmig

Es hatte sich im Vorfeld schon abgezeichnet: Alle Fraktionen stimmten im Bauausschuss für Variante I und damit für den Erhalt des Stauwehrs in Asbeck. Im nächsten Sommer wird sich also wieder der Mühlenteich ausbreiten, wo heute Gras zu sehen ist.

Legden

, 30.11.2016, 18:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mühlenteich in Asbeck bleibt

Statt des schmalen Mühlenbachs wird hier im Sommer wieder ein Teich sein.

Dabei war vor allem ausschlaggebend, dass sich die Asbecker Bevölkerung unter anderem bei einer Einwohnerversammlung im Juni für den Erhalt des Stauwehres und des Staubeckens ausgesprochen hatte. Auch der Heimatverein hatte sich auf diese Lösung festgelegt. Die endgültige Entscheidung wird der Gemeinderat am Montag, 12. Dezember, treffen.

Deutlich teurere Variante

Thomas Kockentiedt hatte vor rund 30 Zuhörern für die CDU betont, dass die Entscheidung für den Erhalt des Mühlenteichs gefallen sei, wohlwissend, dass es die Gemeinde deutlich mehr kostet als die anderen Varianten. 180000 Euro wird für die Erneuerung der Stauanlagentechnik veranschlagt. Es gibt dafür keinerlei Zuschüsse. "Das haben wir mit Unterer und Oberer Wasserbehörde extra noch einmal abgeklärt,", erläuterte Bürgermeister Friedhelm Kleweken.

Naturschutz

Anders die beiden anderen Varianten, bei denen der Naturschutz im Vordergrund steht und der Teich zugunsten eines Fließgewässers verschwinden würde: Hier hätte es bis zu 80 Prozent Zuschuss gegeben. Die Gemeinde hätte 100000 oder 120000 Euro aufbringen müssen.

Kostenfrage

Für Gerd Heuser, Fraktionsvorsitzender der UWG, ist die Kostenfrage noch nicht abschließend geklärt. Dass der Bach im Bereich des Wehrs 90 Zentimeter tiefer und auch breiter werden soll, trage zu den hohen Kosten bei. Ob dies wegen des Hochwasserschutzes nötig sei, könne er nicht nachvollziehen. Dieses Argument hatte der Sachverständige Hans-Georg Flick genannt, der noch einmal die drei Varianten erläuterte. Vor fast genau einem Jahr hatte er erstmals Pläne vorgestellt. Die Kosten wurden damals noch weit niedriger geschätzt.

Erneuerung im Sommer 

Die Erneuerung der Stauanlage soll jetzt schnell gestartet werden. In den Haushalt 2017 werden die 180000 Euro eingesetzt. Ein Ingenieur-Büro wird mit den genauen Planungen beauftragt. "Ziel ist es, die Arbeiten im Sommer umzusetzen", so Bürgermeister Kleweken gestern auf Anfrage der Münsterland Zeitung.

Dann wird ein paar Meter weiter der Dorfteich bereits fertig umgebaut sein. Die Arbeiten haben begonnen. Die Wellblechgaragen sind, so Friedhelm Kleweken, verschwunden und die Ausschreibung für die Entschlammung ist raus. 

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