Nach weiterer Munition wird nicht gesucht

Im Beikelort

Der Fund ehemaliger Bundeswehrmunition, die ein Legdener am Mittwoch bei der Polizei in Ahaus ablieferte, zieht aktuell keine weiteren Maßnahmen nach sich. Er gehe davon aus, "dass da nichts weiter in Szene gesetzt wird", erklärte Bürgermeister Friedhelm Kleweken gestern auf Anfrage.

LEGDEN

, 12.02.2016, 18:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach weiterer Munition wird nicht gesucht

Der Fundort der Munition im Beikelort.

Der Leiter des Ordnungsamtes habe mit der Polizei Kontakt aufgenommen, bestätigte der Bürgermeister im Telefonat mit der Münsterland Zeitung. Der Munitionsfund in dem leerstehenden alten Kötterhaus im Beikelort hatte für einiges Aufsehen gesorgt, nachdem ein Verwandter des früheren Mieters den Fund mit seinem Privatwagen zur Polizeiwache in Ahaus gebracht hatte (wir berichteten).

Gefahrenlage noch nicht einzuschätzen

Das Haus, das vor wenigen Wochen vom Zweckverband A31 erworben wurde, soll abgerissen werden. "Wann, steht noch nicht fest", so Kleweken gestern. Er kenne das Gebäude persönlich nicht, sei noch nie drin gewesen. Ob dort womöglich weitere Sicherungsmaßnahmen oder Untersuchungen mit Blick auf weitere Gefahrenstoffe passieren sollten, könne er nicht einschätzen. "Das macht einem natürlich Sorge", gab Kleweken zu bedenken, "aber die Polizei ist eingeschaltet."

Polizeipressesprecher Frank Rentmeister bestätigte auf Anfrage, dass das Ordnungsamt der Gemeinde Legden nachgefragt habe. "Wir haben unsere Erkenntnisse mitgeteilt." Weitere Schritte müssten von dort eingeleitet werden. "Die Sicherungspflicht liegt bei der Gemeinde", sagte Rentmeister.

Ordnungsbehörde muss Fundort sichern

Das bestätigte auch der Technische Einsatzleiter beim Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg, der von der Polizei in Ahaus am Mittwoch hinzugezogen worden war. "Es obliegt der Ordnungsbehörde, den Fundort zu sichern", sagte Karl-Friedrich Schröder.

Fundsituation ungünstig

Normalerweise sei die Fundsituation anders, gab Schröder zu bedenken, weil seine Leute dann direkt zum Fundort gerufen würden. "Wir hatten keine Chance, den Fundort abzusuchen", erklärte Schröder. "Das ist natürlich ungünstig."

Allerdings habe es für den nach Ahaus gerufenen Kollegen nach einem "Einzelfund" ausgesehen, "weil es in einer Schachtel lag". Sein Dienst könne nur dann aktiv werden, wenn er von der Kommune oder der Polizei um Hilfe gebeten werde. Aktuell sei das nicht der Fall. "Es scheint da keinen Verdacht mehr zu geben."

 

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