Nachmittags an der Schule

Legden Die Legdener Schulmensa steht erst einmal nur auf dem Papier - auf dem Antragsformular für das 1000-Schulen-Programm. Die Übermittagsbetreuung wird aber jetzt schon Realität werden und nicht auf sich warten lassen, bis die Verbundschule ihre Arbeit beginnt. Bereits im Februar - pünktlich zum Beginn des neuen Schulhalbjahrs - soll das Programm "13plus" starten.

13.01.2009, 19:26 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Für die Marienschüler gibt es zurzeit nur eine Geste: das "V" - Symbol für die Vorfreude auf die Verbundschule. Schon jetzt soll es ein neues Angebot geben: die Übermittagsbetreuung. </p>

<p>Für die Marienschüler gibt es zurzeit nur eine Geste: das "V" - Symbol für die Vorfreude auf die Verbundschule. Schon jetzt soll es ein neues Angebot geben: die Übermittagsbetreuung. </p>

"Wir rechnen zunächst nur mit einer kleinen Gruppe", berichtet Schulamtsleiter Herbert Lenz. Vielleicht fünf, sechs Schüler. Anders als in den Vorjahren, würde diese Gruppenstärke aber reichen, um tatsächlich das Angebot auch machen zu können.- Der Grund: Das Schulministerium NRW hat ihre Forderung nach einer Mindestteilnehmerzahl fallen gelassen - im Zuge der "Qualitätsoffensive Hauptschule".

Keine Mindesgrenze

Daran war in den Vorjahren jeder Vorstoß der Gemeinde gescheitert, auch in Legden ein freiwilliges Ganztagsangebot an der weiter führenden Schule zu installieren. Bereits 2000 gab es den ersten Vorstoß in dieser Sache - an dem mangelnden Interesse der Eltern gescheitert, genauso wie die folgenden Versuche. Zuletzt waren es vier Eltern, die sich vorstellen konnten, ihren Sohn oder ihre Tochter auch nach Schulschluss an der Schule pädagogisch sinnvoll betreuen zu lassen. Genauso wie Schulamtsleiter Lenz ist Bürgermeister Friedhelm Kleweken davon überzeugt, dass ihre Zahl künftig deutlich wachsen wird. "Die Eltern sind es von der Grundschule gewohnt, dass es ein Ganztagsangebot gibt", so Kleweken, "das werden sie auch nach dem Schulwechsel fortsetzen wollen". Inzwischen seien schließlich nahezu alle 50 Plätze der Offenen Ganztagsschule besetzt.

An mindestens vier Wochentagen soll mit einem Umfang von insgesamt mindestens zehn Stunden eine Betreuung bis in den Nachmittag erfolgen. Viele Schulen nutzen "Dreizehn Plus" dabei für den Unterricht ergänzende Förderangebote - zum Beispiel zur Hausaufgabenbetreuung oder für kulturelle und sportliche Aktivitäten. Die genaue Ausgestaltung des Angebots in Legden ist zurzeit noch nicht abgeschlossen. Jetzt gelte es erst einmal, die Anmeldungen durchzuführen. Dass das Angebot aber zustande kommt - daran haben Schule und Gemeinde keinen Zweifel.

Tipps aus Rosendahl

In Rosendahl, dem Partner bei der Gründung der Verbundschule Legden-Rosendahl, hat die Droste-Hülshoff-Schule bereits gute Erfahrungen mit 13plus gesammelt. "Da stehen wir schon jetzt im Austausch miteinander", kündigt Schulleiter Hans-Jürgen Enting an. sy-

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