Neue Legdener Währung: Premiere für den digitalen Dahlientaler

rnEinkaufsgutschein

Aylin Aydin von der Gemeindeverwaltung ist durchaus zufrieden mit den ersten Tagen. Jenen Tagen, nachdem der neue Legdener Dahlientaler in den Verkauf ging. 202 Käufer haben ihn bereits erworben.

Legden

, 19.08.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Aylin Aydin, Mitarbeiterin im Vorzimmer von Bürgermeister Friedhelm Kleweken, hat auf den verschiedensten Ebenen dafür getrommelt, dass Legdens Variante eines rabattierten Einkaufsgutscheins realisiert wird und organisiert.

Die Wirtschaftsinitiative Legden-Asbeck hatte ihn auf den Weg gebracht, die Gemeinde beteiligt sich mit 50.000 Euro an der Aktion, die insgesamt den beteiligten Firmen einen Umsatz in Höhe von 250.000 Euro bescheren soll. Das hatte der Gemeinderat so beschlossen. Gedacht als Unterstützung der heimischen Geschäftswelt in der Corona-Krise.

Das Geld bleibt vor Ort

Die Idee: In den verschiedensten Geschäften, Gastronomiebetrieben und Dienstleistern in Legden und Asbeck erhalten die Kunden bei Vorlage des Dahlientalers Rabatte. Und somit bleibt das Geld auch vor Ort. Den Taler gibt es „analog“ bei Volksbank und Kreissparkasse, aber auch online zu erwerben. Im Wert von 25, 50 und 125 Euro. Einzulösen bis Januar 2021.

Analog ist der Dahlientaler aber auch nur auf den ersten Blick: Der in das Papier integrierte QR-Code kann bei Einlösung über ein mit einer speziellen Software ausgestattetes Lesegerät „geknackt“ werden. Der gibt nämlich Auskunft über den jeweiligen „Kontostand“ des Gutschein-Besitzers.

Auch wenn zu Beginn der ganz große Ansturm ausblieb, spüre man das große Interesse, sagt Aylin Aydin. „Und 202 ist schon eine sehr stattliche Zahl, und wir glauben, dass sich das Ganze noch nach und nach steigern wird.“ Schließlich dürfe man sich auch nicht mit Städten wie Ahaus vergleichen.

Noch mehr Teilnehmer erwartet

Das sehen auch Jens Sprey von der Volksbank und Stefan Fleige von der Sparkasse Westmünsterland ähnlich: „Wir gehen fest davon aus, dass auch noch mehr Anbieter sich beteiligen werden.“ Bislang sind es 24 Geschäfte, Baumärkte, Gastronomiebetriebe und Dienstleister (Akzeptanzstellen), bei denen mit den Talern „bezahlt“ werden kann.

Schließlich habe es am Montag auch erst die zweite Informationsveranstaltung für Interessierte gegeben. Aber: „Angesichts eines zu erwartenden Umsatzes von rund 250.000 Euro ist sicher jeder Unternehmer in Legden und Asbeck gut beraten, mitzumachen“, sagt Jens Sprey.

Auf der Internetseite legden-wirtschaft.de sind die aktuellen Informationen, auch zu den teilnehmenden Unternehmen, abrufbar. Am Starttag war das allerdings nicht immer und nicht von jedem Medium aus problemlos möglich.

Das werde aber in jedem Fall optimiert, verspricht Aylin Aydin.

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