Neue Tageseinrichtung soll Versorgung mit Kindergartenplätzen sichern

Lösung scheint gefunden

„Wir haben keine Probleme – nur Herausforderungen“ brachte Legdens Bürgermeister Friedhelm Kleweken die Situation der Gemeinde hinsichtlich der Kindergartenplatz-Versorgung am Mittwochabend aus seiner Sicht auf den Punkt.

LEGDEN

von Susanne Menzel

, 01.09.2016, 18:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
Neue Tageseinrichtung soll Versorgung mit Kindergartenplätzen sichern

Die Podiumsdiskussion zur Kinderbetreuung in Legden und Asbeck moderierte Claudia Kröger (l.), Vorsitzende der Frauen Union. Neben Vertreterinnen der einzelnen Kitas und des SKF waren auch Bürgermeister Friedhelm Kleweken (2. v. l.) und Norbert Wiemer vom Kreisjugendamt (5. v. l.) gefragte Gesprächspartner.

„Kinderbetreuung bei uns in Legden und Asbeck“ war das Thema, zu dem die örtliche Frauen Union neben Kleweken auch Vertreter des Kreises Borken, des Sozialdienstes Katholischer Frauen (SKF) sowie der momentan vier Kindergärten eingeladen hatte.

Dass die Kindergartenplätze aktuell nicht ausreichen, daraus machten weder Kleweken noch Norbert Wiemer vom Kreisjugendamt Borken einen Hehl: „Wir haben selbst den gesetzlich möglichen Überhang ausgeschöpft.“ Es sei schwierig, so Wiemer, weit im Vorfeld genaue Prognosen abzugeben, wie sich der Bedarf in naher Zukunft entwickelt: „Wir planen heute schon für 2021. Für eine Zeit, in der viele jetzt noch gar nicht wissen, dass sie dann Eltern sein werden und für ihr Kind einen Kindergartenplatz benötigen.“

Schwankende Zahlen

Zudem, so der Verweis von Friedhelm Kleweken, habe sich die Entwicklung der Bevölkerungszahl Legdens in den letzten zwei Jahren unerwartet verändert: „Wir hatten davor geburtenschwache Jahrgänge mit unter 60 Neugeborenen pro Jahr, 2014 und 2015 kamen plötzlich zwei starke mit 80 bis 90 Geburten jährlich. Das war nicht vorhersehbar. Hinzu kommen die Flüchtlingskinder, die es ebenfalls zu betreuen gilt. Und auch das veränderte Wahlverhalten der Eltern.“

Der Nachwuchs würde heute weitaus früher im Kindergarten angemeldet als noch vor einigen Jahren. „Da wir uns als Zukunftsdorf verstehen und ebenso als kinderfreundliche Gemeinde, haben wir ein hohes Interesse daran, ausreichend Kindergartenplätze auf qualitativ hohem Niveau anzubieten“, versicherte der Bürgermeister. Mit dem Kreis als Jugendhilfeträger habe man sich deshalb im Frühjahr zusammengesetzt, um eine Lösung zu finden.

Momentan decken die vier Einrichtungen St. Margareta (Asbeck), St. Brigida und St. Martin sowie die private Elterninitiative Pusteblume den Bedarf ab. Sie haben aber allesamt ihre Grenzen erreicht. Über die Tagespflege (organisiert vom SKF) werden weitere 30 Kinder versorgt. „Ein wichtiges Thema ist hier natürlich besonders die Randzeitenbetreuung“, betonte Diane Langel vom SKF.

Entscheidung für Neubau

Die Gemeinde hatte ihrerseits versucht, über die Werbung neuer Tagesmütter eine Entspannung der Situation zu erreichen. Friedhelm Kleweken: „Wir waren aber nicht sehr erfolgreich damit, deshalb haben wir uns für den Neubau entschieden. Und ich denke, wir haben eine gute Lösung gefunden.“ 

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