Neuer Schiefer für das Kirchturmdach

Arbeiten in Asbeck

Den höchsten Arbeitsplatz in Legden haben im Moment die Handwerker in der Stiftskirche. Das Turmdach wird erneuert. Die Arbeiten liegen im Zeitplan.

Legden

, 15.09.2017, 17:16 Uhr / Lesedauer: 1 min

In etwa vier Wochen wird das Dach gedeckt sein. Dann können die Absperrungen abgebaut werden, die seit Anfang April aus Sicherheitsgründen an der Kirche stehen und auch einen Tunnel zum hinteren Eingang bilden. Damals war bei turnusmäßigen Reinigungsarbeiten aufgefallen, dass der Schiefer stark gelitten hatte. Ein Gutachter hatte daraufhin festgestellt, dass eine Sanierung unumgänglich ist. Vereinzelt waren schon Schieferplatten bei stürmischen Winden auf dem Rasen gelandet.

Verfaultes Holz

Drei Wochen dauerte es, bis das Gerüst stand. Drei weitere Wochen hat ein Zimmereibetrieb die alte Dacheindeckung heruntergenommen und abtransportiert. Auch Teile der Holzverschalung mussten entfernt werden, weil die Balken verfault waren. Bei der neuen Verschalung sorgt dickeres Holz dafür, dass die Schiefernägel besser und länger halten. Schließlich wurde auch die alte Turmleiter erneuert. Anstatt der alten Holzleiter, bei der schon einige Sprossen fehlten, geht es jetzt mit einer Aluminiumleiter hinauf in die Turmspitze.

Dachdecker auf dem Turm  

Inzwischen sind die Dachdecker an der Reihe. Sie werden die Schieferplatten anders verlegen als die Kollegen vor vielen Jahrzehnten, sodass sie besser für Wind gewappnet sind. Fast 100 Jahre, so die Einschätzung von Gereon Rasche, decken die Platten den Kirchturm. Kein Wunder, dass sich manche Schieferplatte mit der Hand zerbröseln ließ. „Alles läuft nach Plan“, sagt der Architekt, dessen Architekturbüro in Billerbeck die Planung für die Sanierung übernommen hat. Gleichzeitig mit der Dachsanierung wird auch an einigen Stellen an der Fassade gearbeitet. „Vor 20 Jahren wurde die Fassade mit speziellen Schlämmen versehen“, erläutert Rasche. Jetzt werden kleine Stellen repariert. 160 000 Euro soll die Sanierung kosten.

Die Asbecker Kirchgänger sind von den Arbeiten nicht beeinträchtigt. Anders sah das zumindest kurzfristig für viele Handybenutzer im Stiftsdorf aus. Weil im Zuge der Bauarbeiten ein Sendemast der Telekom umgeschaltet werden musste, war in der vergangenen Woche der Handyempfang gestört.

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