Nicht mit der UWG

Heying Esch und Leader-Bewerbung

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Montagabend die elfte Änderung des Bebauungsplanes für das geplante Industrie- und Gewerbegebiet Heying-Esch auf den Weg gebracht. Einzig die UWG stimmte gegen den Satzungsbeschluss, beziehungsweise enthielt sich der Stimme. Die Bezirksregierung hatte zuvor dem geänderten Flächennutzungsplan zugestimmt.

LEGDEN

, 16.12.2014, 17:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nicht mit der UWG

Der Rat hat in seiner Sitzung den Satzungsentwurf des Bebauungsplanes Heying Esch beschlossen. Der Wald, der sich jetzt auf dem Gelände Am Bahndamm/Industriestraße befindet, muss weg. Zum Ausgleich forstet die Gemeinde an anderer Stelle das 1,85-fache an Wald wieder auf.

Die Diskussion um Heying Esch führt die UWG schon seit Jahren. "Wir unterstützen dies nicht", betonte UWG-Fraktionsvorsitzender Heinz Gausling erneut.

Berthold Langehaneberg, Fraktionschef der Ortsunion, dankte hingegen der Verwaltung für die vorbildliche Ausarbeitung der Unterlagen und auch Sigrid Goßling (SPD) war froh, "dass wir jetzt so weit sind."

"Der Weg ist nun frei, den Bebauungsplan zu beschließen", erklärte Bürgermeister Friedhelm Kleweken. Und weiter: Für die Wiederaufforstung seien mittlerweile Ausgleichsflächen gefunden worden. "Wir haben uns verpflichtet, für jeden Quadratmeter gerodeter Fläche, 1,85 Quadratmeter Wald wieder aufzuforsten", erläuterte Kleweken in der Sitzung. Mit der Veröffentlichung im Amtsblatt erlange der Beschluss dann noch in diesem Jahr Rechtskraft, so Kleweken.

Neue Leader-Bewerbung

Im anschließenden Tagesordnungspunkt ging es um die erneute Bewerbung beim Leader-Wettbewerb. Hier können für die Förderperiode 2014-2022 Projekte aus unterschiedlichen Themenfeldern gefördert werden. Demnach liege die Förderquote bei 65 Prozent, die Eigenanteile der Regionen somit bei 35 Prozent der Projektkosten. Für die Einrichtung eines nötigen Projektmanagements müsste sich die Gemeinde mit rund 5900 Euro jährlich an den Kosten beteiligen.

Erst Gewerbe ansiedeln

"Das mit der Bewerbung ist so eine Sache", merkte Heinz Gausling an. "Wir haben schon genug Kosten durch Heying Esch, da können wir eigentlich keine anderen Projekte mehr finanzieren. Wir sind hoch verschuldet." Da müsse jedem klar sein, dass selbst 35 Prozent für Wunschprojekte nicht finanzierbar seien. Und weiter: "Wir müssen es so machen wie Heek. Erst Gewerbe ansiedeln, dann können wir auch wieder Geld ausgeben."

Thomas Kockentiedt (CDU) hingegen konnte sich eine erneute Bewerbung gut vorstellen: "Wir haben solche Projekte bereits erfolgreich auf den Weg gebracht. Ich bin der Meinung, dass wir unsere Gemeinde weiter voranbringen sollen und dies auch weiterhin unterstützen." Berthold Langehaneberg ergänzte: "Durch solch ein Leader-Förderung haben wir - zusammen mit der UWG - doch erst die Dorfplatzsanierung möglich gemacht."

Fördertöpfe gefüllt

Und auch die SPD-Fraktion kann sich eine erneute Bewerbung gut vorstellen. "Die Fördertöpfe sind gefüllt. Wenn wir die nicht abrufen, kriegt's ein anderer", sagte Sigrid Goßling.

Mit vier Gegenstimmen und zwei Enthaltungen (UWG) beschloss der Rat nun mehrheitlich, dass die Verwaltung zusammen mit Heek und Ahaus eine Kooperation zur gemeinsamen Leader-Bewerbung eingehen soll und - im Falle einer erfolgreichen Wettbewerbsteilnahme - die anteiligen Kosten des Projektmanagements zu übernehmen.

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