Nur 47 Anmeldungen an Sekundarschule

Axel Barkowsky ist enttäuscht

Axel Barkowsky, Leiter der Sekundarschule Legden-Rosendahl, macht aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. Für das neue Schuljahr 2017/ 18 sind nur 47 Schüler an der Sekundarschule angemeldet worden. Damit können lediglich zwei neue Eingangsklassen gebildet werden.

Legden

von Manuela Reher

, 26.02.2017, 18:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nur 47 Anmeldungen an Sekundarschule

Die Sekundarschule Legden-Rosendahl hat viel zu bieten – hier beim Tag der offenen Tür – , dennoch konnten sich nur 47 Elternpaare dazu entscheiden, ihr Kind zum Schuljahr 2017/18 dorthin zu schicken. foto archiv

"Wir haben uns natürlich mehr Schüler erhofft", sagte Barkowsky. Gerade im Hinblick darauf, dass die Schule im Vorfeld der Anmeldungen Informationsabende für Eltern organisiert und vielfach auf die Vorzüge der Schulform hingewiesen habe, sei das schlechte Ergebnis der Anmeldungen bitter.

Übergangsquote bei 27 Prozent

Die Übergangsquote von der Grundschule zur Sekundarschule liege in diesem Jahr bei 27 Prozent. Im vergangenen Jahr habe die Quote noch bei 31 Prozent gelegen. "Aber diesen Rückgang empfinde ich als nicht so dramatisch", so der Leiter der Sekundarschule.

Bereits im vergangenen Jahr habe die Sekundarschule mit 57 Anmeldungen unter dem Soll gelegen. Nach der Anmeldefrist seien noch vier weitere Schüler aufgenommen worden, sodass schließlich drei neue fünfte Klassen gebildet werden konnten. Zurzeit besuchen in der Sekundarschule Legden-Rosendahl sogar 64 Schüler in drei Klassen die fünfte Klasse.

Nachträgliche Anmeldungen werden nicht reichen

"Das ist im neuen Schuljahr nicht mehr möglich", betonte Axel Barkowsky. Natürlich gebe es immer noch nachträgliche Anmeldungen, aber das müssten dann in diesem Jahr 13 sein. Das sei eher unwahrscheinlich, zeigte er sich enttäuscht.

60 Prozent der nun angemeldeten Schüler haben eine Empfehlung für die Hauptschule, 40 Prozent haben eine Empfehlung für die Realschule. 60 Prozent der neuen Fünftklässler kommen aus Rosendahl. 40 Prozent wohnen in Legden. Diese Quote bleibt gegenüber dem Vorjahr unverändert.

"Hochkompliziertes System"

Axel Barkowsky vermutet als Grund für die geringe Zahl der Anmeldungen, dass viele Eltern nach wie vor nicht mit dem "hochkomplizierten System" der Sekundarschule vertraut seien. Sie würden - gerade auf dem Land - mehr den klassischen Schulformen Vertrauen schenken, die ihnen seit Langem bekannt seien.

Aber von den geringen Anmelde-Zahlen lässt sich der Schulleiter nicht beirren. "Wir starten jetzt erst recht durch." Denn das pädagogische Konzept habe sich bewährt. Außerdem gebe es auch viele gute Rückmeldungen von denen, die mit der Sekundarschule vertraut seien. Zurzeit besuchen 502 Schüler die Sekundarschule Legden Rosendahl.

Ein Jahr Schonfrist

Axel Barkowsky blickt aber auch in die fernere Zukunft. "Wir geben uns noch ein Jahr Schonfrist", sagt er. Denn danach müsse etwas passieren. Ohnehin sei es möglich, dass sich die Sachlage und auch die Schullandschaft nach der Landtagswahl am 14. Mai mit einer möglichen neuen Landesregierung verändere.

Auf jeden Fall macht der Schulleiter deutlich, dass er sich nicht gegen Veränderungen sperren werde. "Ich bin immer offen für neue Ideen." Aber letztlich werde die Politik entscheiden, wie es weiter gehe.

Nicht nur Rosendahl und Legden würden mit zurückgehenden Anmeldezahlen kämpfen müssen, sondern auch Ascheberg und Velen. Das sei wohl ein allgemeiner Trend.

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