Offene Ganztagsschule auf den Spuren der Indianer

Ferienbetreuung

Eigentlich heißt er Michael. Doch jetzt will er nur "Schlauer Fuchs" genannt werden. Der Achtjährige ist eines von 26 Kindern, die in der Ferienbetreuung in der Offenen Ganztagsschule (OGS) der Brigidenschule an der Wibbeltstraße zum Indianer werden.

Legden

, 13.07.2016, 17:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Viel Indianergeheul erfüllt zurzeit die Räume der Offenen Ganztagsschule an der Wibbeltstraße.

Viel Indianergeheul erfüllt zurzeit die Räume der Offenen Ganztagsschule an der Wibbeltstraße.

Traditionell hat die OGS in der ersten Ferienwoche für ihre Kinder geöffnet. Von 8 bis 16 Uhr werden sie wie zu Schulzeiten dort betreut, berichtet OGS-Leiterin Lisa Frieling. Aber natürlich ist alles gerade ganz anders.

Stamm der mutigen Wölfe

"Keine Hausaufgaben", sagt Silas, pardon "Tote Sonne" - und lacht fröhlich. Treffpunkt für ihn und seine Freunde, die sich der "Stamm der mutigen Wölfe" nennen, ist das Tipi. Alle haben es gemeinsam in der Eingangshalle aufgebaut und gleich ein Lagerfeuer gebastelt. Pferd und Bulle stehen zum Turnen bereit.

Viel haben sie schon erlebt seit Montag. Gestern haben sie bei einer Schatzsuche schöne Ketten gefunden. Doch noch lieber erzählen sie vom Ausflug in den Wald. Aus Ästen und Blättern - und was die Natur noch so hergab - haben sie sich kleine Tipis gebaut. Gwenda alias "Weiße Blume" berichtet fröhlich: "Das war so klein, da hab’ nur ich reingepasst."

Mit Pfeil und Bogen

Silas hatte vor allem Spaß daran, mit dem Bogen möglichst weit zu schießen. "Manche Pfeile waren krumm und der Wind war stark", berichtet Michael, warum nicht jeder seiner Pfeile im Strohballen stecken blieb. Dann hat er keine Zeit mehr für das Gespräch. "Schlauer Fuchs" hat Hunger. Und in dieser Woche schmeckt es viel besser als sonst. Kein Wunder. Auf dem Speiseplan stehen Pizza Bleichgesicht oder Goldschatz-Nuggets.

Beliebt ist das Angebot der OGS nicht nur bei den Kindern. "Es gibt schon Anfragen für eine längere Betreuung", sagt Lisa Frieling. Möglich, dass sich dies in den kommenden Jahren ändern wird. Doch morgen müssen die Kinder mit einem großen Indianerfest Abschied nehmen von Tipi und Federschmuck.

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