Für das Ordnungsamt ist der Labrador-Mischling, der Mops angegriffen hat, kein Unbekannter

rnMops Nico

Kann der Hund, der den Mops Nico angegriffen hat, weiter ohne Maulkorb durch Legden laufen? Nein, sagt das Ordnungsamt in Legden. Doch Kontrollen sind schwierig.

Legden

, 09.10.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Labrador-Mischling, der am Montag den Mops-Rüden von Christa und Franz Feldbrügge angegriffen hat, ist bei der Gemeinde Legden kein Unbekannter. Auch jetzt wird das Ordnungsamt wieder aktiv werden. Mit welchem Erfolg ist unklar.

Bereits im Mai, als der Hund an der Reithalle Mops Nico schwer verletzte, wurde die Gemeinde Legden aktiv. Und erneut in den folgenden Monaten. „Es wurden erste Maßnahmen eingeleitet“, bestätigt Jürgen Göckemeyer als Vertreter des Bürgermeisters.

„Die Kollegen gehen der Sache nach und prüfen sie ordnungsrechtlich“, sagt er über den neuen Fall und zu der Anzeige, die Christa und Franz Feldbrügge am Dienstag beim Ordnungsamt gestellt haben. Dazu würden erst einmal beide Parteien gehört.

Keine Auskunft vom Ordnungsamt

Was das Ordnungsamt bislang getan hat, dazu kann er, so Jürgen Göckemeyer, auch aus datenschutzrechtlichen Gründen nichts sagen. So konnte auch Christa Feldbrügge nicht erfahren, was bislang getan wurde, dass so ein Vorfall wie am Montag oder schlimmer noch im vergangenen Mai nicht noch einmal passiert.

„Ich bin doch die Geschädigte, habe ich da nicht ein Anrecht, zu wissen, was passiert“, fragt sie verärgert.

Jetzt lesen

Klar ist, dass bei dem Hund Lein- und Maulkorbpflicht besteht. Am Montag, als Mops Nico auf den Labrador-Mischling traf, trug dieser zwar eine Leine, aber keinen Maulkorb. Dies zu kontrollieren, ist für das Ordnungsamt schwierig. Göckemeyer: „Wir sind auf Meldungen angewiesen.“

Prinzipiell gebe es als ordnungsrechtliche Mittel zum einen das Zwangsgeld, so Göckemeyer. Es wird „zur Umsetzung von Maßnahmen festgesetzt“. Bei einem Verstoß gegen das Gesetz oder gegen Auflagen kann auch ein Bußgeld festgesetzt werden.

Hund wurde nicht eingezogen

Dass die Gemeinde den Hund bereits einmal eingezogen hat, verneint Jürgen Göckemeyer. Er betont: „Die Wegnahme eines Objekts steht am Ende der möglichen Maßnahmen.“

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt